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Ampel für Problemkreuzung erst im Sommer?

Gestorf. Der erneute Unfall auf der Gestorfer Problemkreuzung bringt Ortsbürgermeister Eberhard Brezski in Rage. „Land und Region setzen ihre Versprechen nicht um“, ärgert sich der Sozialdemokrat und fordert sofortiges Handeln.


Gestorf. Der erneute Unfall auf der Gestorfer Problemkreuzung bringt Ortsbürgermeister Eberhard Brezski in Rage. „Land und Region setzen ihre Versprechen nicht um“, ärgert sich der Sozialdemokrat und fordert sofortiges Handeln. Noch in dieser Woche wolle er Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies einschalten. Die Region kündigt unterdessen an, die neue Ampel werde nicht vor dem Sommer gebaut.

„Vor Kurzem wurde fast ein Haus zum Einsturz gebracht“, erinnert Brezski. Bei dem Unfall am Montag gab es einen Schwerverletzten. Brezski: „Muss erst noch ein Toter beklagt werden, bis Land und Region endlich handeln?“ Er habe das Gefühl, dass sich die Behörden „lieber mit einem unwürdigen Geschacher über die Kostenaufteilung beschäftigen, als den berechtigten Sicherheitsinteressen meiner Gestorfer Mitbürger gerecht zu werden“.

Die Problemkreuzung wird heute Abend auch Thema im Ortsrat (ab 20 Uhr im „Deutschen Haus“) sein. Brezski und seine Mitstreiter kämpfen seit Jahren für eine Entschärfung der Kreuzung von der L 422 und der Kreisstraße 216. Außerdem machen sie sich für eine Verkehrsberuhigung auf der Calenberger Straße stark.

Die Niedersächsische Straßenverkehrsbehörde lehne jedoch ein Tempolimit ab, da „auf einer Landesstraße der fließende Verkehr gewährleistet werden muss“. „Super fließender Verkehr“ heiße in dem Fall dann aber auch, dass am laufenden Band Stoppschilder überfahren werden, so Brezski: „Eine tolle Definition, die auf den Rücken von Menschen ausgetragen wird, die tagtäglich dadurch gefährdet werden“.

Außer mit dem Wirtschaftsminister will der Sozialdemokrat schnellstmöglich auch ein Gespräch mit dem Regionspräsidenten Hauke Jagau führen. Dem wolle er klarmachen, dass in Springe derzeit mit zweierlei Maß gemessen werde: Beim Erhalt der Spielplätze an der Deisterhütte gebe es „eine engstirnige Entscheidung“ und in Bezug auf die Problemkreuzung „Nichtstun in einer wichtigen Angelegenheit“. Sollte die Straßenbaubehörde nicht umgehend aktiv zu werden, werde er auch die Automobilclubs ADAC und AvD einschalten.

Regionssprecher Klaus Abelmann sagt, den für Jahresanfang geplanten Bautermin könne man nicht halten. Es seien noch Abstimmungsgespräche mit den beteiligten Behörden zu führen. Die Region rechne mit einem Baubeginn im Sommer – genauer könne er den Termin nicht eingrenzen.

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