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Ampel an Gestorfs Problemkreuzung: Ostern ist Baustart

GESTORF. Endlich stehen sie in den Startlöchern: die Baumaßnahmen für die neue Ampelanlage an der Problemkreuzung in Gestorf (Landesstraße 422/ Kreisstraße 216). Gestern fand eine Bauverlaufsbesprechung statt.

Experten von den Planungsbehörden und der Polizei besichtigen den Unfallschwerpunkt. FOTO: CAP

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Bernhard Herrmann Reporter

Die Bagger sollen ab Dienstag nach Ostern rollen. Dann rückt eine Baufirma aus Coppenbrügge für die Erdarbeiten und den Straßenbau an. Später folgt eine Elektrotechnikfirma aus Detmold für den Signalanlagenbau.

Laut der Region Hannover wird es an jeder Seite der Kreuzung eine Bogenampel sowie drei Lichtzeicheneinheiten an den beiden Ampelmasten geben. Für die geplanten zwei Bauphasen wird es laut Timo Bertel von der Verkehrsbehörde der Stadt Springe Umleitungen, Straßensperrungen und Einbahnstraßenregelungen geben, die zuvor beschildert werden. In der ersten Bauphase wird die Kreisstraße 216 ab der Einmündung der Kreisstraße 215 nach Mittelrode in Richtung Gestorf für Fahrzeuge zur Einbahnstraße. In der zweiten Bauphase, deren Beginn noch nicht genau feststeht, soll die Kreisstraße ab Mittelrode komplett gesperrt werden. Der Busverkehr wird nicht beeinträchtigt sein. Allein die neue Lichtzeichenanlage kostet etwa 35 000 Euro.

Eine Alternative zum Bau sehen die Planer nicht: Alle bis jetzt ergriffenen Maßnahmen der Straßenverkehrsbehörden der Region Hannover und der Stadt, der Straßenmeistereien und der Polizei, verhinderten laut Lutz Fricke, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes im Polizeikommissariat Springe, nicht die stetigen Verkehrsunfälle an dieser Kreuzung.

Zuletzt wurde ein übergroßes Stoppzeichen auf die Fahrbahnen der Kreisstraße 216 und der Calenberger Straße weit vor der Kreuzung aufgemalt. Ein überdimensionales mobiles LED-Gefahrenschild signalisierte zeitweilig die drohende Kollisionsgefahr. Das Verlegen und Erneuern der Haltlinie auf der Kreisstraße, je zwei Stoppschilder an der Kreuzung aus Richtung Völksen und der Calenberger Straße halfen nicht.

2016 ereigneten sich laut Polizei an dieser Unfallhäufungsstelle sieben Verkehrsunfälle (vier im Jahr 2015) mit einer schwer verletzten Person und sieben leicht verletzte Insassen, sowie zigtausenden Euro Schaden. Als Unfallursache ermittelte die Polizei 2016 in fünf Fällen die Verletzung der Vorfahrt und bei zwei Unfällen machten die Fahrzeugführer Fehler beim Abbiegen. „Diese Kreuzung macht 0,75 Prozent des Gesamtunfallgeschehens im Polizeikommissariat Springe aus“, sagte Fricke am vergangenen Freitag. Warum es an der Kreuzung, die über jeglichen Standard bestens beschildert ist, ständig zu Verkehrsunfällen kommt, ist auch der Polizei unklar.

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