weather-image
24°
Gärten an der Bundesstraße 217 sind eine wenig attraktive Visitenkarte für die Deisterstadt

„Als Stadt müssen wir das so hinnehmen“

Springe (ric). Wer mit dem Auto von Hannover nach Springe kommt, der kann zumindest einen Hauch von Großstadt mitnehmen: An der Osttangente grüßen das Fachmarktzentrum, der Baustoffhandel, die Rimkus-Skulptur. Aus Hameln kommend gibt die Stadt hingegen eine zweifelhafte Visitenkarte ab: Kleingärten, zusammengewürfelt, wenig attraktiv wirkend, nach außen hin scheinbar im schlechten Zustand. Die Stadt sieht keine Möglichkeit, einzugreifen.

Der erste Blick auf Springe bei der Abfahrt zur Eldagsener Straße: Die Stadt hat keine Möglichkeit, regulierend einzugreifen. Im

„Das sind gewachsene Strukturen“, sagt Springes Chefplaner Hermann Aden. Er sagt aber auch: „Das nimmt man so hin.“ Städtebaulich sei das Entrée auf dem Grünstreifen zwischen Bundesstraße und dem Abrisshaus an der Eldagsener Straße „sicherlich keine Visitenkarte“. Der Erste Stadtrat verweist auf die Kleingärten beim E-Center: „Das ist schon etwas anderes.“

Planerisch kann und wird die Stadt nichts gegen die Zustände tun, denn – sie ist gar nicht zuständig. „Der gesamte Abzweig gehört zur Bundesstraße und damit dem Bund“, sagt Aden. Bei der zuständigen Straßenbaubehörde in Hannover war gestern keine Stellungnahme zu bekommen.

Zumindest ein wenig Verständnis kann Peter Ettel, Vorsitzender des Kleingartenvereins Springe, aufbringen: „Es gibt viele Menschen, die Gärten haben wollen, um sie frei zu bewirtschaften.“ Persönlich, sagt der Vereinschef, möge es denjenigen gefallen, „dass sie sich keinen Zwängen unterwerfen wollen“. Ettel hat festgestellt, dass zwar einige der Anlagen gut gepflegt wirken, andere hingegen mit schiefen Hütten und wild wuchernden Gewächsen nicht dem Ideal einer Gartenkolonie entsprechen. „Bei uns im Verein kann so etwas nicht passieren, es gibt viele Auflagen – die stellt natürlich der Verpächter auf.“

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare