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Umweltausschuss beschließt Aktionsprogramm

Alle Bürger sollen das Klima retten

Springe (zett). Die Fördergelder vom Bund sind genehmigt – das Klimaschutz-Aktionsprogramm für Springe kann kommen. Der Erste Stadtrat Hermann Aden stellte das Projekt gestern im Umweltausschuss vor – und die Politiker segneten es ab.


Stemmen will die Stadt das Programm gemeinsam mit der Klimaschutzagentur, einer gemeinnützigen GmbH, an der die Region und die Stadt Hannover beteiligt sind. Geschäftsführer Udo Sahling stellte den Politikern gestern Details vor. Ziel ist es, den Kohlendioxid-Ausstoß in Springe von aktuell rund 7,5 Tonnen pro Einwohner und Jahr bis zum Jahr 2050 auf zwei Tonnen zu drücken.

Die Deisterstadt hat in Sachen Klima noch viel zu tun. So sei zwar der Energieverbrauch in Springe niedrig; dafür müsse man sich vor allem auf die Wärmedämmung konzentrieren, so Sahling. Er sieht Bedarf etwa beim Abschaffen von Nachtspeicherheizungen oder bei der Sanierung alter Gebäude. Auch beim klimatechnisch problematischen Einsatz von Brennholz habe Springe regionsweit noch den höchsten Anteil.

Der Zeitplan für das Aktionsprogramm, über das heute noch der Verwaltungsausschuss entscheiden muss, steht: Zunächst sollen jetzt Ziele erarbeitet werden und eine Emissionsbilanz soll Springes Klimaprobleme im Detail zutage fördern. Durch Beratungsaktionen – geplant sind unter anderem 14 Tage im Juni zum Thema Energiesparen – und in Arbeitsgruppen sollen die erforderlichen Maßnahmen im öffentlichen und privaten Bereich konkretisiert werden. Bis 2012 wollen die Akteure erste Vorhaben dann schon umsetzen; langfristige Projekte haben das Jahr 2020 zur Zielsetzung.

Aden betonte gestern, alle Ziele seien nicht allein von der Verwaltung zu erreichen: „Wir müssen auch nach außen mit Bürgern, Vereinen und anderen Gruppen zusammenarbeiten. Da brauchen wir alle 30 000 Springer.“ Das Programm müsse daher stark in die Öffentlichkeit getragen werden.

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