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Bauausschuss thematisiert NDZ-Berichte zur Fahr- und Parksituation in der Springer Innenstadt

Aden gegen neues Verkehrskonzept für die City

Springe (zett). Kann ein neues Verkehrskonzept den Einzelhandel in der Innenstadt retten? Die Berichterstattung der Neuen Deister-Zeitung und die Forderungen von BZE-Chef Klaus Treichel haben auch den Bau- und Planungsausschuss beschäftigt.


In der Sitzung des Gremiums am Dienstagabend bescheinigte der zuständige Fachbereichsleiter Hermann Aden der Stadt ein gut aufgestelltes Verkehrssystem: Der innere Ring mit seinen Einbahnstraßen und verkehrsberuhigten Zonen habe sich bewährt: „Wenn man da nicht einen Komplettumbau draus machen will, dann sollten wir das nicht grundsätzlich in Frage stellen.“ Auch beim Thema Parken, bei dem sich insbesondere Einzelhändler für Veränderungen stark gemacht hatten, sieht Aden nur minimale Möglichkeiten: „In 98 Prozent aller Fälle bekommt man bei uns in der Innenstadt ohnehin einen Parkplatz.“ Probleme bekäme nur, wer sein Auto immer direkt vor einem Geschäft abstellen wolle: „50 oder 60 Meter Fußweg muss man schon in Kauf nehmen. Aber das ist marginal.“

Ortsbürgermeister und Bauausschuss-Vorsitzender Jürgen Trotte kritisierte vor allem die Park-Hinweisschilder: „Die nimmt man oft nicht wahr.“ Insbesondere an der Eldagsener Straße sei die Positionierung des Leitschildes „überarbeitungswürdig“, räumte Aden ein. Der Hinweis direkt vor dem Volkspark samt des maroden Bushäuschens wirke „unfreundlich“: „Wir müssen uns Gedanken machen, wie wir das besser präsentieren können.“ Einverstanden ist Aden dagegen mit der Situation vor dem Café Marx, wo parkende Autofahrer oft die rechte Spur blockieren: „Das finde ich gut, es wirkt verkehrsberuhigend – dann brettert da niemand einfach durch.“ Für SPD-Ratsherrn Carsten Marock könnte eine Umwandlung der Längs-Stellplätze am Niederntor in ein Querparksystem Erfolg und mehr Raum bringen – ähnlich wie bereits am Oberntor praktiziert. Ein Ansinnen, dem Aden eine klare Absage erteilte: „Dazu ist es dort zu schmal.“ Mehr Parkplätze würden dabei unter dem Strich auch nicht herausspringen, ergänzte Aden auf NDZ-Anfrage: „Außerdem würde so eine Umgestaltung gegen die Verkehrsberuhigung wirken. Wir dürfen den Bereich nicht nur auf Autofahrer zugespitzt gestalten.“

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