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Große Resonanz beim Bürgerforum

Ältere Generation will Alternativen zum Alleinsein

Springe (ric). „Bei uns gab‘s das noch – vier Generationen unter einem Dach“, erinnert sich Walter Krienke aus Eldagsen. Eine Wohnform, früher auf dem Land selbstverständlich, für lange Zeit in Vergessenheit geraten, in Springe mittlerweile aber wieder nachgefragt. Besonders bei den Älteren. „Wohnen und Leben in der zweiten Lebenshälfte“ war der Titel eines Bürgerforums, ein sechsstündiges Programm, zu dem gestern Abend 60 Interesse in der Grundschule Hinter der Burg zusammenkamen.

Beliebt: Das betreute Wohnen im Altenzentrum an der Jägerallee.

Die Teilnehmer, Bürger, Vertreter von Verbänden und Alteneinrichtungen, Vereinen, Politik und Verwaltung, diskutierten auf der Grundlage der Befragung der Hannoveraner Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin, die im Herbst eine repräsentative Umfrage unter den über 55-jährigen Menschen aus Springe und den Ortsteilen durchgeführt hatte.

„85 Prozent der Befragten sind zufrieden mit ihrer Situation“, stellte Martin Schumacher den interessierten Zuhörern dar. Ein Zahl, die der Referent bereits bei der Vorstellung der Studie im Sozialausschuss nannte (NDZ berichtete). „Die Bestandsaufnahme ist erfreulich, jetzt geht es um die Umsetzung neuer Ideen“, sagte Bürgermeister Jörg-Roger Hische.

Ideen gesammelt

Für die Seniorenbeauftragte Ingrid Reinicke-Schenk steht neben barrierefreiem Wohnen auch das Projekt „Wohnwinkel“, bei dem Senioren im Alten Rathaus zusammenkommen sollen, weiter auf der Agenda.

Ideensammeln in kleinen Gruppen beim Forum.
  • Ideensammeln in kleinen Gruppen beim Forum.

Die Teilnehmer teilten sich in Workshops auf, schrieben ihre Wünsche und Anregungen vor allem zum Generationenwohnen, aber auch zum Leben für ältere Singles, zu Begegnungsstätten, Infrastruktur und Versorgung auf. „Wir werden die Ergebnisse dokumentieren und veröffentlichen“, kündigte Dagmar Vogt-Janssen von der Landesvereinigung an. Sie freute sich über das große Interesse und ist sich sicher: „Wir haben derartige Workshops zehnmal in der Region durchgeführt – viele Anregungen werden auch umgesetzt.“

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