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Zehn Bläser für ein Halleluja

BAKEDE. Zehn Musiker im Altarraum, einige Gäste in den Kirchenbänken – und zusammen feierten sie das 60-jährige Bestehen des Bakeder Posaunenchors. Mit modernen und traditionellen Stücken unterhielten die Blechbläser die Besucher von St. Nicolai.

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Autor

Gert Mensing Reporter

Gerd Bogorinksy, selbst im Chor aktiv, blickte zwischen den Musikstücken auf die Geschichte zurück. Unter dem damaligen Pastor Sprengel mit Unterstützung des Kreiskantors Jäger wurde der Chor ins Leben gerufen. Zur Gründung war der Chor kaum größer als jetzt: 13 Jugendliche und junge Männer fingen 1957 an und trafen sich erstmals zu einem Übungsabend im Kirchturm. Für damals 700 Mark schaffte die Kirchengemeinde Instrumente und Noten an, schon 1958 erfolgte der erste Auftritt mit den Posaunen im Gottesdienst.

Die Begeisterung stieg, denn in den Folgejahren stieg die Mitgliederzahl bis auf 25 Bläser an. Von 1964 bis 1970 leitete der Pastorensohn Bernd Sprengel, selber auch Gründungsmitglied, den Chor. Nach seinem Rückzug allerdings ruhten die Aktivitäten, bis sie 1977 unter der Leitung von Karl-Heinz Frädrich wieder auflebten. Im Anschluss übernahm Kurt Knauf aus Hamelspringe die Leitung.

Auf Knauf folgte Edeltraud Mai im Jahr 1987, zunächst als Vertretung, später als Leiterin. Sie steht auch heute noch an der musikalischen Spitze des Posaunenchors – damit ist sie uneinholbar vorne, leitet sie den Chor doch nun seit drei Jahrzehnten und damit die Hälfte der Zeit, seitdem es den Bakeder Posaunenchor gibt.

Sehr zur Freude von Pastorin Nathalie Otte. Sie überreichte für die langejährige Chorleitertätigkeit die Goldene Nadel des Posaunenwerkes der evangelischen Kirche. Die Bläser schlossen sich mit einem Blumenstrauß den Glückwünschen an.

Neben Kirchenliedern gehörten bei der musikalischen Feierstunde auch Werke von Bach und zeitgenössischen Komponisten zum Programm. Dazu sorgte Tasso Rudolph an der Orgel für Begleitung und Soli, wie zum Beispiel der Lenard Cohan-Klassiker „Halleluja“.

„Ladehemmungen“ beim
Instrument der Chorleiterin
Heute ist die Zukunft des Posaunenchores aus Sicht der Musiker zwar nicht in Gefahr, dennoch hofft man mittelfristig auf Nachwuchs. Instrumente stehen genügend zur Auswahl. Das konnte Chorleiterin Mai sogar beim Konzert selbst erfahren: Als ihr Instrument „Ladehemmungen“ hatte, lief ein Chormitglied schnell ins Gemeindehaus, um eine andere Posaune zu besorgen. Dort wird jeden Montag ab 19 Uhr geprobt. „Jeder hilft hier jedem“, kommentierte dann Mai mit ihrem Ersatzinstrument in der Hand. Das finge schon bei der Ausbildung an. Und außerhalb der Musik hört die Kameradschaft nicht auf.

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