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Viel Jubel beim Festumzug mit rund 60 Gruppen

Winken, lächeln, strahlen – Schützen kommen gut an

Bad Münder (jhr). Die Vorbereitungen an der Langen Straße laufen auf Hochtouren. Becher für Becher kühlen Gerstensaftes werden auf dem Mauervorsprung positioniert, den die Wasserballer als ihr Revier markiert haben. Ihre Mission, abgestimmt mit SSV-Präsident Lothar Jaschinski höchstpersönlich: Den Gastgebern des Schützenfestes mit „kühlem Blonden“ die letzten Meter bis ins Festzelt erträglich zu machen. „Für die Damen haben wir Sonnenblumen“, sagt Organisator Helmuth Mönkeberg, doch noch ist es nicht so weit. Längst nicht, denn der Umzug, auf den die Münderaner und ihre Gäste an der Langen Straße dicht an dicht gedrängt warten, lässt – eben: auf sich warten. „Ganz normal“, sagt einer, der sich Volker nennt und offensichtlich auskennt. Die Umstehenden reagieren beruhigt. Einige haben Klappstühle dabei, andere machen es sich auf den Mauern bequem und genießen die Sonne.


Mit einer halben Stunde Verspätung setzt sich der Zug dann in Bewegung, und die geduldigen Zaungäste werden fürs lange Warten entschädigt. Farbenfroh und gut gelaunt präsentieren sich die Teilnehmer im Umzug. Vorneweg der Vorstand des Schützenkreises Deister-Süntel-Calenberg – schließlich wird ja das Kreisschützenfest gefeiert – dann hinterher die Politprominenz aus Rat, Land und Bund. Fast 60 Gruppen, Vereine und Organisationen schließen sich zum Zug durch die Stadt an und winken, strahlen, schütteln Hände.

Mit dabei und doch dienstlich unterwegs: Achim Rust und Harry Gerths. Die beiden Polizisten begleiten den Umzug per Rad. „Damit sich niemand verläuft“, schmunzelt Rust und hält Autofahrer an, damit der Zug passieren kann. Wer angehalten wird, hat quasi aus der ersten Reihe einen Blick auf das, was an anderen Ecken die Zuschauer zu spontanem Beifall animiert: Fantasievoll geschminkte Fabelwesen und Einradfahrer in den Reihen der BIK, eindrucksvoll synchron präsentierte Instrumente der Starriders, lustig im Wind flatternde Bänder der TuSpo-Turnmädels und viele andere Gruppen, die den Zug der vielen Schützenvereine aus allen Bereichen des Kreisverbandes auflockern.

Dass die Vereine der Stadt großen Anteil am Fest nehmen, zeigen die vielen geschmückten Fest- und Motivwagen, die sich einreihen. Für den guten Ton sorgen alleine zehn Musikzüge und Spielmannsgruppen, die mit rasanten Trommelwirbeln, klassischer Marschmusik und sogar mit heißen Sambarhythmen für Schwung und gleichen Tritt sorgen.

  • Mit tollen Kostümen macht BIKonelli auf sich aufmerksam.
  • Wasserballer in spezieller Mission.
  • Mit Herz und Schnauze: die Rettungshundestaffel.

Fast 90 Minuten dauert es, bis die Wasserballer an der Langen Straße ihre Mission endlich erfüllen können. Und da die vorgezapften Biere nicht schal werden sollten, muss notgedrungen neu gezapft werden – sehr zur Freude der vielen umstehenden Gäste. „30 Liter hatten wir – alles weg bis auf zwei Pappbecher“, schmunzelt der Mann am Zapfhahn.

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