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Verbandschef mahnt Unterstützung an

LAUENAU/BAD MÜNDER. Deutliche Kritik hat Wilfried Mundt an einige hiesige Kommunen gerichtet. Der Vorsitzende des Kreisschützenverbands Deister-Süntel-Calenberg beklagte mangelnde Unterstützung, wenn örtliche Vereine Feste ausrichten wollen.

Hohe Auszeichnung vom Deutschen Schützenbund: NSSV-Vizepräsidenten Gabriele Dietrich zeichnet Udo Herrmann mit dem selten verliehenen Ehrenkreuz aus. Fotos: Althammer.

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BERND ALTHAMMER

„Das Schützenwesen gehört zum immateriellen Kulturerbe“, erbat er sich notwendige Hilfe. Veranstaltungen dieser Art seien Pflege von Brauchtum und Förderung des Sports gleichermaßen.

Unterstützung erhielt Mundt beim Kreisschützentag im Lauenauer Sägewerk vom Schaumburger Bundestagsabgeordneten Maik Beermann (CDU) und vom Landtagsabgeordneten Karsten Becker (SPD). Die stellvertretende Schaumburger Landrätin Helma Hartmann-Grolm erinnerte an die Winterolympiade: „Gerade beim Biathlon saßen doch die Massen vor dem Fernseher.“ Lauenaus Gemeindedirektor Sven Janisch hatte nachgerechnet: 15 Prozent der Mitglieder des Kreisverbands komme aus den Vereinen in Lauenau und Feggendorf. Außerdem lasse sich der Flecken das Schützenwesen jährlich 25 000 Euro für Sportstätten und Zuschüsse kosten.

Mit Nachdruck forderte Mundt Sorgfalt von den Vereinen bei den so genannten Bedürfnisbescheinigungen. Der Kreisverband Deister-Süntel-Calenberg müsse die Anträge an vier unterschiedliche Waffenbehörden richten. Diese seien „nicht unberechtigt pingelig geworden“, erinnerte er an einen Fall in Hameln, bei dem Bescheinigungen quasi verkaft wurden.

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Dass der Kreisverband in schießsportlicher Hinsicht „nach wie vor gut aufgestellt“ sei, machte Mundt an der langen Reihe von Ehrungen fest. 43 Mitglieder wurden für Leistungen auf Landes- und Bundesebene geehrt, darunter mit einer goldenen Nadel Arno Arends (Alvesrode), Elina Idensen, Hauke Kuhlmann, Dietmar Radszuweit (alle Lauenau), Sigrid Schmolke (SSV Bad Münder), Harry Westermann (SSG Wisent). Rekordhalter mit dem Antritt in neun beziehungsweise acht Disziplinen bei Landesmeisterschaften waren Hermann Ruhe und Ronald Grams (beide Eimbeckhausen).

Für besondere Verdienste wurden Mitglieder mit Kreis-Ehrennadeln bedacht. Die Nadel in Bronze erhielten Lutz Ulrich (Hubertus Bennigsen), Jens Foltan (JKL Springe), Michael Beck, Clemens Hons, Ralf Murken und Axel Wedekind (alle SG Springe); in Silber: Heinrich Schomburg (SV Eimbeckhausen), Wolfgang Eickhoff, Michael Förster, Hartmut Grolms und Samir Mujovic (alle SG Springe). In Gold: Sigrid Wrase (SSV Bennigsen), Michael Schepke (SC Egestorf), Uwe Kubik (SV Völksen). Die Ernennungsurkunde zur Hauptschießsportleiterin erhielt Elke Herrmann vom SSV Bennigsen.

Der Niedersächsische Sportschützenverband (NSSV) ehrte Günther Meyer (SSV Bad Münder), Anne Lohe (Hubertus Bennigsen), Ute Rode und Maren Carstens (beide Horrido Jeinsen), Carsten Werner (SV Nettelrede) mit Bronze, Dagmar Scharnhorst (SSV Bennigsen) mit Silber sowie Siegfried Sohns (SV Altenhagen I), Holger Schmolke (SV Hachmühlen) und Frank Zipsner (Jägercorps Springe) mit Gold. Über die „Goldene Ehrennadel“ des Kreisschützenverbands freuten sich Andrea Felske, Jürgen Meißner (beide Hubertus Bennigsen), Hermann Ruhe (SG Eldagsen) und Friedrich „Friedel“ Bormann (SG Springe).

Das selten verliehene Ehrenkreuz des Deutschen Schützenbunds in Bronze steckte NSSV-Vizepräsidentin Gabriele Dietrich an das Revers des Bennigsers Udo Herrmann. Der Vorsitzende des dortigen Schießsportvereins ist neben seinen Funktionen als Kreisschießsportleiter und IT-Beauftragter selbst ein erfolgreicher Sportschütze.

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