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Tödlicher Unfall bei Bakede: Anklage erhoben

BAKEDE. Die Staatsanwaltschaft Hannover hat nach dem tödlichen Unfall, bei dem ein Stadthäger Straßenwärter getötet wurde, Anklage gegen den Autofahrer erhoben. Ihm wird vorsätzliche Gefährdung des Straßenverkehrs in Tateinheit mit fahrlässiger Tötung sowie fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen.

Experten der Polizei starteten nach dem Unfall bei Bakede mit umfangreichen Untersuchungen zur Ursache. Foto: Archiv/Rathmann

Autor:

Verena Insinger

Wie berichtet, war Ende April auf der Kreisstraße zwischen Hamelspringe und Bakede ein 71 Jahre alter Audi-Fahrer auf ein Fahrzeug der Straßenmeisterei aufgefahren. Bei dem Unfall wurde ein 59-jähriger Mitarbeiter tödlich verletzt. Er erlag noch am Unfallort seinen Verletzungen. Ein 26 Jahre alter Kollege wurde verletzt, da das Auto über seinen Fuß rollte.

Die Ermittlungen der Unfallursache waren umfangreich. „Die Absicherung dieser Wanderbaustelle war ordnungsgemäß, entsprach genau den Vorgaben“, sagte Markus Brockmann, Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hameln, kurz nach dem Vorfall. Die Mitarbeiter seien vorschriftsmäßig mit spezieller Schutzkleidung ausgerüstet gewesen. Auch sei der Autofahrer als Münderaner ortskundig gewesen – zumal die Strecke schnurgerade verläuft und die Wetterverhältnisse an diesem Tag unbedenklich waren.

Doch jetzt ist klar: Der Unfallfahrer leidet an einer Augenerkrankung. Offenbar hatte der 71-Jährige die Wanderbaustelle schlicht übersehen. Nun lautet die entscheidende Frage: Wusste der Münderaner von seiner Erkrankung und fuhr trotz dieser Beeinträchtigung Auto? Sollte ihm das vor Gericht nachgewiesen werden, fällt die Strafe im Falle einer Verurteilung sicherlich höher aus.

Wann der Prozess vor dem Amtsgericht Hameln beginnt, ist noch nicht bekannt. Allein bei einer Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung erwartet den Unfallfahrer eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder aber eine Geldstrafe.

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