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Tierische Spürnasen beweisen richtigen Riecher

Klein Süntel. Ein Bewohner des Senioren-Domizils in Klein Süntel ist bei einem Ausflug aus dem Rollstuhl gefallen und braucht Hilfe. Das war die Ausgangslage einer Übung der Rettungshundestaffel (RHS) Weserbergland mit einer befreundeten Staffel aus Potzwenden bei Göttingen.


Hundeführer Ansgar Repke gibt daraufhin seiner Briard-Hündin „Ayra“ den Suchbefehl. Nach wenigen Minuten findet sie die hilflose Person und bellt. Repke eilt herbei und lobt seine erfolgreiche Hündin. Peter Wahl ist Bewohner der Seniorenresidenz und hat das Opfer gespielt, streichelt Ayra und weiß, dass er mit seinem elektrischen Rollstuhl nicht mehr verloren gehen kann.

Zuvor hatten sich die Mitglieder der RHS vorgestellt und auch den Bewohnern die Möglichkeit gegeben, sich mit den Hunden etwas zu „beschnuppern“. Denn nach der Flächensuche, so die Bezeichnung der Freiluftübung, erfolgte im Haus eine weitere Suche, bei denen die Hunde eine Geruchsprobe des oder der Vermissten erhalten und daraufhin das Gebäude absuchen.

„Das ist das sogenannte Mantrailing“, sagt Romana Freitag von der RSH Weserbergland, die als Pflegedienstleiterin im Seniorendomizil tätig ist und auch den Kontakt hergestellt hat. Mit ihrem eigenen, fünfjährigen Australien Sheperd-Rüden „Seven“ hat sie kürzlich mit der Rettungshunde-Ausbildung begonnen. Bisher war er als „Einrichtungshund“ den Bewohnern schon sehr ans Herz gewachsen. „Die Hunde brauchen für ihre Ausbildung zwei bis drei Jahre, bevor sie eine umfangreiche Prüfung ablegen und im Notfall dann auch einsetzbar sind“, sagt Romana Freitag.oe

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