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Stadtbrandmeister kritisiert Diskussion zum Feuerwehrbedarfsplan

BAD MÜNDER. Stadtbrandmeister Carsten Koch ist ein Typ, der einen kühlen Kopf auch in heißen Situationen behält. Dass er derzeit aber arg mit seiner Beherrschung kämpft, ist der Diskussion in einigen münderschen Ortsräten geschuldet.

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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Insbesondere die Sitzung in Bakede, bei der das Gremium den Feuerwehrbedarfsplan und die Konzepte zur Beseitigung der im Bericht der Feuerwehrunfallkasse genannten Mängel in Bausch und Bogen ablehnte, beschäftigt Koch.

„Es ist eine Sache, wenn ich mich mit einem Thema beschäftige, mich informiere und dann eine Entscheidung treffe – meinetwegen auch eine Ablehnung. Aber so wie in Bakede, so geht das gar nicht“, sagt der Stadtbrandmeister. Er kritisiert die fehlende Bereitschaft einiger Ortsratsmitglieder, sich mit den für die Stadt und die Feuerwehr so wichtigen Themen näher zu beschäftigen. In den öffentlichen Sitzungen zur Vorstellung habe er sie nicht gesehen. „Ich erwarte nicht, dass jemand den rund 300 Seiten starken Entwurf zum Bedarfsplan komplett durcharbeitet. Wenn Fragen auftauchen, kann man mich anrufen. Aber ihn abzulehnen, weil man ihn nicht versteht, dafür habe ich kein Verständnis. Insbesondere nicht bei Ratsmitgliedern.“

Koch hat in den vergangenen Tagen aber auch positive Erfahrungen gesammelt. In Hachmühlen seien ebenfalls Fragen zu den vorgesehenen Arbeiten aufgetaucht. Dort sei um Erläuterung gebeten worden – und Koch gemeinsam mit der Architektin der Stadt und dem hinzugezogenen Architekten hingefahren, um Fragen zu beantworten. „Das waren gute Gespräche, in denen ganz viele Missverständnisse einfach ausgeräumt werden konnten.“

Dass die Beratung in den Ortsräten die sachliche Ebene teilweise verlässt, kann Koch nicht nachvollziehen. Betroffen sind davon nicht nur Bedarfsplan und FUK-Konzepte, für die die Detailplanung noch ausstehe, sondern auch Diskussionen über den Feuerwehrhaus-Neubau in der Kernstadt. „Da werden Einrichtungen kritisiert, die der gesamten Wehr zur Verfügung stehen sollen. Teilweise ohne Wissen um die Planung“, so Koch. Wer die Einrichtung eines Waschplatzes ablehne, weil die Installation eines Ölabscheiders zu aufwendig sei, könne nicht wissen, dass in die Hallen ohnehin ein Ölabscheider eingebaut werden müsse. Koch: „Die Diskussionen ufern aus. Wir sollten den Ball flachhalten“

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