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Arbeiten am Mauerwerk günstiger als erwartet

Sanierter Süntelturm lockt die Wanderer aus der Region

Bad Münder (jhr). Strahlend blauer Himmel, frische Luft – und Wanderer, die am Fuß des Süntelturms den Blick nach oben richten und anerkennend nicken. „Schön ist er wieder, ein echtes Schmuckstück“, sagt Rosemarie Wycislo (Foto) aus Pötzen.

Vom sanierten Turm begeistert: Rosemarie Wycislo.

Dirk Hitzemann, Leiter des Bereichs Hochbau bei der Stadt, nimmt das Kompliment gerne entgegen – schließlich hat er sich in den vergangenen Monaten intensiv mit der Sanierung des Turms beschäftigt. Und die war dringend notwendig: Der Sandstein, aus dem der Turm im Jahr 1899 gefertigt wurde, hatte deutliche Feuchtigkeitsschäden aufgewiesen. An einigen Stellen war der Mörtel außen hart, im Innern jedoch zerbröselt. Weiteres Problem, das auch die finanzielle Unterstützung von EU und Landkreis zur Sicherung des als „wichtig“ erkannten touristischen Ziels im Naherholungsgebiet bedeutete: Ganze Steine im Verbund waren locker. „Beim Bau des Turmes wurde alle zwei Meter jeder fünfte Stein ausgespart, weil dort Holzbohlen fürs Gerüst eingeschoben waren. Später wurden die Bohlen entfernt und Steine eingesetzt“, sagt Hitzemann. Die Schwachstellen im Verbund wurden mit Edelstahlträgern und Epoxidharz beseitigt, Spezialmörtel injiziert. Was Hitzemann aber besonders freut: Die Arbeiten konnten günstiger abgeschlossen werden als veranschlagt – und zwar rund 44 000 Euro günstiger. Allein der Verzicht auf Edelstahlringe, die nach genauerer Untersuchung durch einen Prüfstatiker nicht um den Turm gelegt werden mussten, sparte rund 20 000 Euro ein.

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