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Rückzug auf Raten

NIENSTEDT. Zusammengehen und Kosten reduzieren – das ist Teil der Strategien, mit denen heimische Sparkassen und auch Volksbanken auf die für sie immer schwierigeren Rahmenbedingungen reagieren. Die Kostenreduzierung macht sich jetzt in Nienstedt bemerkbar.

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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Zum 1. April kündigt die Sparkasse Hameln-Weserbergland den Abbau des Geldautomaten an. Nachdem die Sparkasse Anfang 2013 bereits die Filiale im Deisterort geschlossen hatte, stand bislang zumindest ein Geldautomat zur Verfügung. Doch mit dem Verkauf des Gebäudes wird das Gerät entfernt. Die Gründe dafür liegen aber nicht im Gebäudeverkauf allein – nach Angaben der Sparkasse nutzen bereits viele Kunden die Geldautomaten in der näheren Umgebung. Und: Die Nutzungszahlen für das Gerät in Nienstedt, das aufgrund seines Alters nun auch ausgetauscht werden müsste, seien „vergleichsweise absolut niedrig“, zuletzt seien pro Tag lediglich zehn Verfügungen von eigenen Kunden registriert worden, außerdem zehn Nutzungen durch Kunden anderer Banken.

Angesichts dieser Zahlen wird die Sparkasse auch keinen Geldautomaten gemeinsam mit einem anderen Geldinstitut betreiben – ein Modell, dass sich andernorts bewährt hat. Der Geldautomat der Sparkasse in Hachmühlen kann durch eine Vereinbarung kostenfrei auch von heimischen Volksbankkunden genutzt werden. Die Folge: Kein anderer Geldautomat in der Region komme auf vergleichbare Nutzungszahlen.

Die Sparkasse verweist ihre Kunden in Nienstedt auf einen besonderen Bargeldservice: Auf Wunsch werde ein zuvor vereinbarter Bargeldbetrag auch zum Kunden nach Hause gebracht.

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