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Verein aus Bad Münder beteiligt sich an erfolgreicher Vermisstensuche in Hameln

Rettungshundestaffel erstmals im Einsatz

Bad Münder/Hameln (mf). Fünf Jahre nach ihrer Gründung absolvierte die in Bad Münder ansässige Rettungshundestaffel Weserbergland ihren ersten Einsatz. Gemeinsam mit Kollegen aus Hannover spürten die zwei- und vierbeinigen Retter einen vermissten Mann in Hameln auf.


Nach dem 59-Jährigen Pflegeheimbewohner war bereits drei Tage vergeblich gesucht worden, als die Rettungshundestaffel alarmiert wurde. „Die Bitte um Unterstützung erreichte uns gegen 13 Uhr, um 17 Uhr haben wir mit der Suche begonnen“, erinnert sich Vorsitzender Rüdiger Lohmann aus Nettelrede. Nur 30 Minuten später wurde der Vermisste, der auf die Einnahme wichtiger Medikamente angewiesen ist, in einem Waldstück gefunden. Unterkühlt, aber nicht in akuter Lebensgefahr schwebend. Die Retter sprachen von einem Wunder.

„Wir sind glücklich, dass gleich unser erster Einsatz so erfolgreich verlaufen ist“, sagt Lohmann. „Das gibt uns unglaublich viel neue Motivation.“ Die Arbeit der vergangenen Jahre habe sich gelohnt, so sein Fazit.

Mit „Zita“ hatte gerade mal zwei Wochen zuvor das erste Tier des Vereins die Prüfung zum Rettungshund absolviert. „Seitdem dürfen wir überhaupt erst selbstständig zu Einsätzen ausrücken“, erläutert Lohmann. Bis zum Ende dieses Jahres sollen seinen Angaben zufolge noch zwei weitere Hunde auf die Prüfung vorbereitet werden.

Der 19 Mitglieder zählende Verein kann das Erfolgserlebnis gut gebrauchen, lief in den vergangenen fünf Jahren doch nicht immer alles rund. Die Staffel war zunächst unter dem Dach der DRK-Bereitschaft Eimbeckhausen gegründet worden. Nach Querelen gingen die Hundeführer vor drei Jahren eigene Wege. Vor kurzem wieder ein Rückschlag: Wegen einer nicht rechtzeitig abgegebenen Steuererklärung verlor der Verein vorübergehend den Status der Gemeinnützigkeit.

Mit Hilfe der in Bad Münder ansässigen Rettungshundestaffel Weserbergland konnte der 59-jährige, schwer kranke Dieter B. am Rande eines Hamelner Waldstücks aufgespürt werden – lebend!Foto: FL

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