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Personalkosten steigen um 500 000 Euro

Bad Münder. „Sechs Prozent.“ Die Forderung, mit der Verdi-Chef Frank Bsirke für die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst in die aktuellen Tarifverhandlungen eingestiegen ist, wären für den städtischen Haushalt ein echtes Problem.

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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Bad Münder. „Sechs Prozent.“ Die Forderung, mit der Verdi-Chef FrankBsirke für die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst in die aktuellen Tarifverhandlungen eingestiegen ist, wären für den städtischen Haushalt ein echtes Problem. „Drei Prozent können wir abdecken“, sagt Heiko Knigge, bei der Stadt für Personalfragen zuständig.

Dass die Sechs-Prozent-Forderung tatsächlich als Verhandlungsergebnis der Tarifrunde stehen wird, ist höchst unwahrscheinlich – geschluckt hat Knigge dennoch: „Alles, was über drei Prozent hinausgeht, wird extrem schwierig für uns.“ Tarifsteigerungen von 1,8 Prozent hat die Stadt im Zukunftsvertrag zugrunde gelegt, dass das vermutlich nicht reichen wird, haben die Verantwortlichen bei der Aufstellung des Haushaltes bereits berücksichtigt – nach den Erfahrungen des Abschlusses 2014 mit 3 Prozent im ersten und noch einmal 2,4 Prozent im zweiten Jahr.

Ohnehin rechnet die Stadt für dieses Jahr mit deutlich höheren Personalausgaben. Rund 500 000 Euro mehr als im Vorjahr finden sich eingestellt in den Haushalt. Reagiert wird damit auf die aktuellen Tarifverhandlungen, aber auch auf den Tarifkompromiss im Sozial- und Erziehungsdienst, für den im vergangenen Jahr gestreikt wurde. Hinzu kommen Neueinstellungen in der Kita Hachmühlen für die Einrichtung einer dritten Gruppe und verlängerte Betreuungszeiten in den Kitas in Flegessen und Nienstedt. „Wir hoffen, dass es eine Einigung am Tisch gibt – dieses Mal ohne Streik“, sagt Knigge.

Zur Erhöhung der Personalkosten trägt auch das Engagement der Stadt in der Flüchtlingsarbeit bei. Zur Bewältigung der gestiegenen Anforderungen wurde die Fachdienstleitung im Bereich Gleichstellung, Familie, Jugend und Integration auf eine Vollzeitstelle aufgestockt, über eine Übergangsphase von April bis November wird zudem die bisherige Fachdienstleiterin zur Einarbeitung ihrer neuen Kollegin mit reduzierter Stundenzahl weiterbeschäftigt. Eine halbe Stelle für Flüchtlingssozialarbeit sowie eine auf zwei Jahre begrenzte Vollzeitstelle für Verwaltungsaufgaben im Zusammenhang mit der Aufnahme von Flüchtlingen wirken sich ebenfalls auf die Personalkosten aus. Auch die Kosten für zwei zusätzliche Saisonkräfte zur Unterstützung des Bauhofes finden sich im Etat.

Insgesamt findet sich im Haushalt ein Ansatz von rund 6,66 Millionen Euro für das aktive Personal der Stadt. Beschäftigt werden rund 140 Mitarbeiter auf 84 Vollzeitstellen.

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