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Museumstag: In Bad Münder wird ein Klohäuschen gebaut

BAD MÜNDER. Ein ganz besonderes Örtchen – und das richtige Bauwerk, um am richtigen Ort neugierig auf Museumsarbeit und alte Handwerkstechnik zu machen: Zum Internationalen Museumstag am Sonntag, 21. Mai, hat sich das Museumsteam des Heimatbundes für die Kellerstraße ein spezielles Vorhaben auf die Fahne geschrieben.

Das Klohäuschen auf dem Areal an der Neuen Straße war eines der letzten seiner Art in Bad Münder.
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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Von 10 Uhr bis 18 Uhr wird am Gebäude Kellerstraße 19 ein Klohäuschen nach historischem Vorbild neu entstehen.

„Altes Handwerk lebt wieder auf“, sagt Museumschef Michael Meier. Die Zimmerleute Henning und Frank Mauritz werden im Bürgerhaus ein Gebäude zimmern und dafür neues Eichenholz verwenden. Sie orientieren sich aber an einer Vorlage, die eindeutigen Bad Münder-Bezug hat. Vorbild ist ein freistehendes Klohaus aus Eichenfachwerk, das bis vor 25 Jahren auf dem Grundstück in der Neuen Straße 22 in Bad Münder stand und im Zuge einer Grundstücksteilung abgerissen wurde. „Das Museumsteam hat dieses Gebäude seinerzeit dokumentiert. Die Zeichnungen und Fotos werden nun Vorlage für den neuen Abbund des Gebäudes“, erklärt Meier.

Interessierte Besucher sind eingeladen, sich ein Bild von den Arbeiten zu machen und den Baufortschritt zu verfolgen. Der Museumschef weist auf eine Besonderheit hin: Die Zimmerleute werden ausschließlich echtes „Handwerkszeug“ einsetzen, dabei auf Stromkabel und Akkus verzichten. Meier: „Die Besucher sollen schließlich sehen, wie die Zimmerleute früher noch ohne Maschinen die harten Hölzer bearbeitet haben.“ Besonders für Kinder werde die Aktion deshalb interessant. Das fertige Klohäuschen wird in der zweiten Jahreshälfte in einer Sonderausstellung zu sehen sein.

Vor dem Bürgerhaus wird auch ein alter Wagen mit frischen Stauden aufgebaut – sie werden wie schon am vergangenen Wochenende gegen Spenden für das Süntelbuchen-Arboretum abgegeben. Der Vorteil der an Deister- und Süntel gewachsenen Stauden: Sie sind bestens an die Bedingungen in den heimischen Gärten angepasst,

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