weather-image
13°

Mündersche Gemeinde stellt das Ehrenamt in den Mittelpunkt

BAD MÜNDER. Für die Hauptamtlichen in der Gemeinde sind sie der eigentliche Schatz – die ehrenamtlichen Mitstreiter, die das Gemeindeleben rund um die Petri-Pauli-Kirche so vielfältig, so lebendig, so begeisternd machen. Beim Neujahresempfang wurde die Leistung der Ehrenamtlichen daher besonders herausgestellt.

270_0900_75659_lkbm1013_kirche_jhrIMG_3325.jpg
Jens

Autor

Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Pastor Dietmar Adler hob einige Personen heraus, die sich in besonderer Weise für die Gemeinde verdient gemacht haben. Sein Dank ging an Dr. Karl Schnelle, der seit 31 Jahren den Posaunenchor geleitet hat. Jetzt legt er diese Aufgabe in andere Hände – Stefan Bothur übernimmt die Leitung des Chores. Umsichtig, den Nachwuchs fördernd, taktvoll, gerecht, loyal und immer mit dem richtigen Ton habe Schnelle „diesen großartigen Chor“ geleitet, machte Adler deutlich. Der auf diese Weise aus dem Amt verabschiedete erklärte, dass er dem Posaunenchor noch „ein ganzes Weilchen“ zur Verfügung stehen möchte, aber nicht mehr in leitender Funktion. „Man muss seine Grenzen kennen, und ich werde 70. Und man muss auch rechtzeitig die Weichen stellen. Ich will nicht warten, bis es irgendwann heißt, jetzt könne er langsam mal aufhören“, erklärte er. Er will aber weiterhin Mitglied des Ensembles sein und kündigte an, stellvertretend einzuspringen, wenn es gewünscht sei.

Herausgestellt wurden auch Heidi Bergmann und Willi Scholz vom Posaunenchor, außerdem langjährige Mitarbeiter des Kindergartens Arche Noah. Lothar Ruck und Bernd Petermann feierten im vergangenen Jahr beide ihr 25-jähriges Prädikantenjubiläum. Jutta und Markus Bohne sind seit zehn Jahren als Küsterehepaar für die Gemeinde tätig.

Thema des Empfangs war auch das Petri-Pauli-Haus, „im Kirchenvorstand unser Hauptziel“, wie Adler betonte. Im vergangenen Jahr sei die Gemeinde weitergekommen, so habe der Kirchenkreis signalisiert, einen Zuschuss von 400 000 Euro zu gewähren, „das sind fast 35 Prozent der kalkulierten Baukosten“, so Adler. Beim Landeskirchenamt laufe ein ähnlicher Antrag, die Gemeinde hoffe auf Unterstützung. Auch bei der Eigenleistung der Gemeinde wachse die Summe kontinuierlich, rund 113 000 Euro seien bislang durch Spenden und freiwilliges Kirchgeld zusammengekommen. „Wir nähern uns da der Summe, die wir aufbringen müssen, an. Nun hängt es an einer Stiftung – wenn der Antrag dort positiv beschieden wird, dann kann es eigentlich losgehen“, so Adler.

270_0900_75660_lkbm103_kirche_jhrIMG_3315.jpg

Pastorin Barbara Daentzer stellte andere Projekte und Arbeitsfelder der Gemeinde vor, darunter ein neues Modell für den Konfirmandenunterricht, in dem auch Eltern eine große Rolle spielen. Auch der Gottesdienst in Nettelrede, seit vergangenem Jahr sind die Gemeinden über das Pfarramt verbunden, gehört zu den Aufgaben von Daentzer und Adler, unterstützt werden sie in der Nettelreder Gemeinde von Bernd Petermann.

Grußworte kamen von Ortsbürgermeisterin Petra Joumaah für Rat und Verwaltung, sie stellte das Ehrenamt in der Gemeinde in den Vordergrund. Als Vertreterin der katholischen Gemeinde überbrachte Petra Raasch Grüße und betonte die gemeinsamen Aktivitäten im Reformationsjahr.

Als Vorsitzende des Kirchenvorstandes lud Margret Luther zu dem Kirchenvorstandswahlen am 11. März ein und bat um rege Wahlbeteiligung. Kandidaten für den Kirchenvorstand können sich noch bis Mitte Januar melden. Das Wählerverzeichnis liegt im Pfarrbüro aus.

Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare