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Millionen-Projekt: Feuerwehrhaus in Bad Münder vorgestellt:

BAD MÜNDER.Architekten und Planer haben den Entwurf für eine neue Feuerwache für Bad Münder vorgestellt. Das Gebäude, das nach dem Willen des Rates im Gewerbegebiet Rahlmühler Straße angesiedelt wird, ist als reiner Zweckbau konzipiert – und doch wird die Stadt dafür tief in die Tasche greifen müssen.

Gerrit Niemeier (stehend) stellt die Planung im Ausschuss vor.
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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Rund 4,8 Millionen Euro werden die reinen Baukosten betragen.

In einer Sondersitzung konnten sich Mitglieder des Ortsrates Bad Münder, des Bauausschusses und des Feuerschutzausschusses ein Bild von der Planung machen, auch viele Besucher nutzten die Gelegenheit für Informationen aus erster Hand. Die Architekten Gerrit Niemeier und Joachim Riemer stellten den Aufbau des Hauses vor: Das Gebäude soll aus einem Verwaltungsbau und einem Hallentrakt bestehen. Im Einsatzfall werden die Mitglieder der Wehr die sogenannten Alarmparkplätze anfahren können, dann über einen Seiteneingang das Gebäude betreten und in einen Umkleidebereich gelangen, wo sie die Einsatzkleidung anlegen. Über eine Schleuse geht es dann weiter in den Hallenbereich, wo die Fahrzeuge besetzt werden und über eine gesonderte Ausfahrt das Feuerwehrgelände verlassen.

Vorgesehen sind Stellplätze für acht Fahrzeuge, zusätzlich ist ein Wartungsplatz eingeplant. Direkt dahinter sind Lager- und Technikräume, Werkstätten und auch ein Materiallager der Feuerwehrtechnischen Zentrale mit eigenem Zugang angesiedelt.

Im Verwaltungsbereich sind Büros vorgesehen – für Stadtbrandmeister und Stellvertreter auf der einen Seite, für Ortsbrandmeister und andere Funktionsträger auf der anderen Seite. Kinder- und Jugendfeuerwehr erhalten je einen Raum, der Musikzug ein Lager. Eine Leitstelle wird eingerichtet, außerdem ein Saal, der für Schulungen genutzt werden kann und bei größeren Einsätzen zum Lagezentrum wird. Optisch werden sich der Verwaltungstrakt durch eine Klinker-Fassade und der Hallentrakt durch ein Wärmedämm-Verbundsystem unterscheiden.

Über die Kostenstruktur informierte Hans Goldkamp, Vertreter des Bauherren Kreissiedlungsgesellschaft, die für die Stadt baut. Am Ende seiner Präsentation stand die Summe von 4,987 Millionen Euro – ein bereits deutlich reduzierter Wert gegenüber der ursprünglichen Berechnung, hatten Goldkamp und die beteiligten Architekten doch bereits kräftig den Bleistift angesetzt und gestrichen. Eine Schaltanlage und eine Brandmeldeanlage beispielsweise, auch eine Solaranlage. Dass zumindest aber die Dach-Vorbereitung für den Aufbau einer Fotovoltaik-Anlage vorgesehen sein soll, darauf legten Helmuth Mönkeberg (proBürger) und Dr. Helmut Burdorf (Grüne) großen Wert. Als Option wird die Vermietung der Dachfläche an Betreiber von Fotovoltaik-Anlagen gesehen. „Beim Bau der Turnhalle war das auch zunächst vorgesehen, dann aber ein Schlag ins Kontor. So etwas darf nicht noch einmal passieren. Da muss es ein Konzept geben“, machte Burdorf deutlich. SPD-Fraktionschef Uwe Nötzel fragte nach den erwarteten Betriebskosten – es dürfe nicht sein, dass jetzt in einigen Bereichen gespart werde, im Gegenzug aber über Jahre Mehrkosten auflaufen.

Goldkamp ging im Detail auf Einsparungen ein und stellte vor, wie in einigen Bereichen abgewogen wurde. Und er stellte den Sicherheitspuffer in den Baukosten vor: 145 000 Euro. „Die Baupreise sind zuletzt stark gestiegen, in den letzten eineinhalb Jahren allein zwischen 15 und 20 Prozent – und der Trend geht weiter nach oben.“

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