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Kurhotel-Areal: Betreutes Wohnen soll Pflege ergänzen

BAD MÜNDER. Noch ist er nicht unter Dach und Fach, der Verkauf des Kurhotelgrundstücks samt Gebäude. Doch mit dem grundsätzlichen Ratsbeschluss zur Veräußerung ist ein wichtiger Schritt getan, der nächste Schritt wird noch in diesem Monat erwartet: Die notarielle Beurkundung des Verkaufs.

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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Die habe sich etwas verzögert, erklärt Bürgermeister Hartmut Büttner auf NDZ-Nachfrage – und kennt auch den Grund: Die Eintragung der Firma ins Handelsregister, die das ehemalige Kurhotel abreißen und auf dem Areal am Kurpark einen Neubau errichten will, sei nicht so zügig erfolgt wie zunächst erwartet. Verwaltungsintern war bereits im Januar mit Unterschriften gerechnet worden.

Die Planungen für das Kurhotel-Grundstück hat die Göttinger Entwicklungsgesellschaft für Pflegeimmobilien Avitas angeschoben und mit ihrem im vergangenen März vorgestellten Konzept auch das Gros der Ratsmitglieder überzeugt. Es sieht den Bau einer stationären Pflegeeinrichtung mit voraussichtlich 77 Pflegeplätzen vor. Zur Realisierung des Konzeptes „Seniorenresidenz am Kurpark“ soll die Gesellschaft Samaria one GmbH gegründet werden, die die Einrichtung nach Fertigstellung an ein anderes Unternehmen langfristig verpachten wird – dem Vernehmen nach handelt es sich dabei um eine bekannte Pflegeheim-Betreiberin, der Name des Unternehmens wird jedoch bislang nicht bekannt gegeben.

Neben der Entwicklung für das eigentliche Kurhotel-Grundstück zeichnen sich aber auch in unmittelbarer Nachbarschaft Veränderungen ab, die in direktem Zusammenhang stehen. Die Volksbank Hameln-Stadthagen steht in Verhandlungen mit den Entwicklern des Seniorenresidenz-Konzeptes, dabei geht es um das Grundstück im Bereich der Straßen Friedrich-Ebert-Allee und Am Kurpark.

Betreutes Wohnen als
ergänzendes Angebot

Die Volksbank hatte sich – noch als eigenständige Volksbank Bad Münder – die Fläche in einem Zwangsversteigerungsverfahren gesichert und den Plan verfolgt, dort rund 20 qualitativ hochwertige Eigentumswohnungen zu errichten und teilweise zu verkaufen, teilweise aber auch selbst als Mietobjekte anzubieten. Diese Planung war durch die Verschmelzung mit der Volksbank Hameln-Stadthagen ins Stocken geraten – und wird nun zugunsten neuer Pläne nicht weiter verfolgt, wie Stefan Markwirth, Regionaldirektor der Bank, auf Anfrage bestätigt. Zeitgleich zum Neubau auf dem Kurhotel-Grundstück soll auf der anderen Straßenseite eine Einrichtung für betreutes Wohnen entstehen, die das Angebot ergänzen soll. Auch diese Einrichtung soll von der Pächterin, die bereits Verträge mit der in Gründung befindlichen Gesellschaft Samaria one abgeschlossen haben soll, gepachtet und betrieben werden. Vorgesehen ist im Konzept auch ein öffentliches Café in Kurparknähe.

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