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Kurhotel vor dem Verkauf – Seniorenresidenz geplant

BAD MÜNDER. Der Verkauf der ehemaligen Kurhotels könnte noch in diesem Jahr über die Bühne gehen. Die Politik hat wichtige Weichen gestellt, nur noch zwei Sitzungen und eine Unterschrift trennen aktuell die Stadt von ihrem seit mehr als 20 Jahren verfolgten Ziel, eine Lösung für die Ruine direkt am Kurpark zu finden.

Durch und durch marode – dass das ehemalige Kurhotel abgerissen werden muss, ist unstrittig. Foto: Rathmann
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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Bereits im Frühjahr hatte die Stadt einer Entwicklungsgesellschaft, die sich auf Pflegeimmobilien spezialisiert hat, exklusive Gespräche über einen Kauf der Kurhotel-Immobilie zugesichert und diese Option im Herbst noch einmal verlängert. Im Verwaltungsausschuss wurde jetzt deutlich, dass diese Gespräche sehr wohl in einem Abschluss des Geschäfts münden können: Sehr konkret sind die Vereinbarungen, die mit dem Käufer getroffen werden sollen. Die Avitas Entwicklungsgesellschaft für Pflegeimmobilien hat in den vergangenen Wochen das Projekt „Seniorenresidenz am Kurpark“ entwickelt, das eine stationäre Pflegeeinrichtung mit voraussichtlich 77 Pflegeplätzen vorsieht. Vertragspartner der Stadt und damit Käufer der Alt-Immobilie wird aber nicht Avitas werden – die Göttinger Gesellschaft plant, das von ihr entwickelte Projekt an eine andere Göttinger Gesellschaft zu verkaufen. Die wiederum soll dann den Bauantrag stellen und bauen, das fertige Gebäude dann langfristig an einen Pflegeheim-Betreiber verpachten.

Für den Verkauf des Kurhotel-Grundstücks steht noch das Votum des Stadtrates aus. Passiert das Vorhaben die Hürden der politischen Beratung, könnte der Rat in seiner Sitzung am 7. Dezember die entsprechenden Beschlüsse zum Verkauf fassen.

Verkauft werden soll das Grundstück samt Gebäude für 190 000 Euro. Dabei geht die Verwaltung davon aus, dass der Abriss des ehemaligen Kurhotels erhebliche Kosten verursachen wird, weil er nur unter großem Aufwand zum Schutz der Heilquellen in dem Bereich stattfinden kann. Das Grundstück umschließt auch das Areal der Ostersodquelle, die allerdings im Eigentum der Stadt bleiben soll. Auch nach dem Abbruch des Altgebäudes wird nur unter erheblichen Auflagen gebaut werden können. Zudem werden Gutachten notwendig werden.

Ausdrücklich Bestandteil der Verhandlungen mit dem Käufer ist die Duldung von größeren Veranstaltungen und Konzerten im Martin-Schmidt-Konzertsaal und im Kurpark – zumal die Konzertmuschel in direkter Nachbarschaft zum Kurhotel liegt.

Der Ortsrat der Kernstadt wird ein Anhörungsrecht zum geplanten Verkauf haben. Die Planung der Verwaltung wird dem Gremium in öffentlicher Sitzung am Mittwoch, 15. November, vorgestellt.

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