weather-image

Kunsthandwerkermarkt: Von Topflappen bis Kuschelfilz

BAD MÜNDER. „Je künstlerischer, desto besser“, sagt Andrea Ehlers. Die 55-jährige Versicherungsangestellte hat das Programm des mittlerweile siebten Kunsthandwerkermarktes in der Grundschule zusammengestellt.

Barbara Braun (61) aus Bad Münder bietet Fensterschmuck und Windlichter an. Fotos: Huppert

Autor

Christoph Huppert Reporter

„Diesmal musste ich alles alleine organisieren“, erklärt sie. Ausrichter des zweitägigen Marktes ist die mündersche Tafel. „Der Erlös durch die Standgebühren geht zu gleichen Teilen an Hospiz und Tafel“, sagt Ehlers, während sie Kuchen verkauft und einige der mehr als 100 Würstchen ins heiße Wasser legt.

17 Aussteller, etwas weniger als in den vergangenen Jahren, bieten in der Aula und einigen Gängen der Grundschule ihre selbst gebastelten Produkte an. Helgard Poppe ist das erste Mal dabei. Die Münderanerin verschwindet fast hinter einem großen Berg selbst gehäkelter Topflappen. „Mein Hobby“, erklärt sie. Das Besondere: Poppes Topflappen sind in der „Doubleface-Technik“ hergestellt. „Vorder- und Rückseite sind dabei komplett unabhängig voneinander gestaltet und trotzdem fest miteinander verbunden.“

Topflappen sind auch das Metier von Marion Deutscher aus Gehrden, die zusammen mit Melanie Söllner aus Hannover auch Schmuck anbietet. Verkehrszeichen, Hinweisschilder und sogar einen alten VW-Bulli hat Deutscher in Topflappenform hergestellt.

Ihre ganze Puppenproduktion hat „Oma Bille“ aus dem Hefehof in Hameln nach Bad Münder geschafft. Ihr Tisch quillt über von Stoffpuppen in allen möglichen Formaten. „Das sind Waldorf-Puppen“, erläutert die Puppen-Expertin. Die seien vor allem bei Großmüttern, die ein Weihnachtsgeschenk für ihre Enkel suchen, begehrt. „Aus Stoff, waschbar“, so die „Puppen-Oma Bille“. Ab Oktober besucht die 67-Jährige alljährlich rund sieben Märkte. „Etwa zwölf Stunden sitze ich an einer der großen Puppen.“

Auf dem Gang erregen neben den impressionistischen Ölbildern von Larissa Mattheis vor allen die Filzkreationen von der aus Kasachstan stammenden Cellerin Irina Aufsehen: jede Menge Kleider, Hüte und Mäntel.

„Wer hier kein Weihnachtsgeschenk findet, dem kann man nicht helfen“, fasst eine Besucherin die Angebote mit einem Augenzwinkern zusammen.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare