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Kreiszeltlager für Jugendfeuerwehren in Bad Münder gesucht

BAD MÜNDER. Es ist eine Mammutveranstaltung: Über 700 Teilnehmer, ein Etat über 80.000 Euro, zahlreiche Helfer, ein prall gefülltes Programm – und idealerweise tolle Werbung für die heimischen Feuerwehren. Im Jahr 2020 soll das Jugendzeltlager der Feuerwehren in Bad Münder stattfinden – die Planungen laufen schon.

Eine Szene vom Kreiszeltlager der Jugendfeuerwehr 1996: Nach 24 Jahren soll die Großveranstaltung 2020 wieder nach Bad Münder zurückkehren. FOTO: ARCHIV
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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Der Kreisverband richtet alle drei Jahre das große Zeltlager aus. 2020 soll das in Bad Münder stattfinden. Die Planungen laufen.

„Wir stehen noch am Anfang“, sagt Kreisjugendfeuerwehrwart Thomas Kurbgeweit. Erste Gespräche mit der Stadt laufen, im Frühjahr wolle man konkrete Entscheidungen treffen. Kurbgeweit macht deutlich, dass er die Städte als Ausrichter in der Pflicht sieht – auch finanziell.

Bis zu 25.000 Euro müssten diese zu dem Zeltlager beisteuern, schätzt er. Die Summe könnte sinken, wenn die Fläche für die Großveranstaltung nicht extra angemietet wird. 2017 in Hameln gelang das nicht: Die Stadt zahlte dem Eigentümer des Grundstücks in Afferde eine Pacht für die Woche.

Da das Zeltlager alle drei Jahre stattfindet, sei jede der acht Kreiskommunen rechnerisch alle 24 Jahre dran: „Aus meiner Sicht kann sich da keiner eine Absage erlauben.“ Schließlich sind die Städte und Gemeinden für die Feuerwehren verantwortlich. Und es sei in ihrem Interesse, etwas für die Nachwuchsförderung zu tun.

Es gebe für den Fall einer gescheiterten Organisation in Bad Münder einen Plan B: „Aber dann muss man sich auch nicht wundern, wenn es später an Ehrenamtlichen fehlt, wenn Feuerwehren den Bach runtergehen“, macht Kurbgeweit deutlich.

Die Feuerwehr selbst trägt nicht nur mit dem Organisationsaufwand und der Betreuung des Lagers zu dessen Gelingen bei: Die Kameraden werben auch Sponsoren ein, helfen mit Unterstützung der örtlichen Feuerwehr beim Auf- und Abbau, organisieren Küchenteams: „Wer dabei ist, ist ehrenamtlich dabei“, betont Kurbgeweit.

Im Rathaus haben denn auch die ersten Planungen und Gespräche stattgefunden. Wichtige Aufgabe: die Suche nach einem geeigneten Gelände. Fünf Hektar muss das groß sein, mindestens – das entspricht rechnerisch etwa der Fläche von sieben Fußballfeldern. Denn Platz muss dort nicht nur für die Schlafplätze, die Ess- und Veranstaltungszelte und die Toilettenwagen sein – sondern auch für Spiele und Aktivitäten rund um die Unterkünfte: „Wir wollen ja nicht die ganze Zeit in den Zelten bleiben.“

Und: Die Lage ist ebenfalls wichtig. Nicht nur, weil das Gelände über Wasser-, Abwasser- und Stromanschlüsse verfügen muss. Sondern auch, weil idealerweise Schwimmbäder und andere Freizeitangebote gut erreichbar sind.

Es gebe verschiedene Überlegungen für geeignete Flächen, teilt Bürgermeister Hartmut Büttner auf Anfrage mit. Spruchreif sei allerdings noch nichts. Grundsätzlich unterstütze die Stadt das Zeltlager aber gerne.

1996 mit 750 Teilnehmern

Das große Zeltlager der Kreisjugendfeuerwehr gibt es seit 1978: Die Premiere fand damals in Friedrichsburg (Hessisch Oldendorf) statt.

1996, im Jahr des 30. Geburtstags der Kreisjugendfeuerwehr, war Bad Münder zum bislang letzten Mal Gastgeber der Großveranstaltung. Damals kamen auf einer Fläche neben dem BIK-Spielplatz mehr als 750 Nachwuchs-Feuerwehrleute aus 56 Ortswehren zusammen – auch aus der münderschen Partnerstadt Bad Saarow.

Schon damals war es üblich, die Zeltlager-Gruppen nach der Geografie des Gastgebers zu benennen: Die Teilnehmer versammelten sich als „Deister“, „Osterberg“, „Süntel“ und „Eilenberg“.

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