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Hier geht‘s ums Geld

BAD MÜNDER. Wenn es um Geld geht, können Freud und Leid dicht beieinanderliegen. So auch in Bad Münder. Während Steuern, Strom und Ticketpreise im Nahverkehr stabil bleiben, tut sich vor allem im Wasser- und Abwasserbereich jede Menge. Zudem steigen die Müllgebühren leicht.

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Autor:

Jana Grube

Das Jahr der letzten Steuererhöhung bleibt 2012

Die guten Nachrichten zuerst: Es geht ohne steuerliche Erhöhungen seitens der Stadt ins neue Jahr. Die bleiben auf ihrem bisherigen Niveau, bestätigt Verwaltungsmitarbeiterin Ann-Christin Schubert. Die Hebesätze für die Grundsteuer A und B betragen weiterhin 380 respektive 410 Punkte, die Gewerbesteuer bleibt bei 380 Punkten. Auch die Hundesteuer und die Vergnügungssteuer ändern sich nicht. Die letzte Erhöhung der Grund- und Gewerbesteuern datiert aus dem Jahre 2012.


Alles beim Alten im Nahverkehr

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Busfahrende dürfen sich ebenfalls freuen: Im Nahverkehr bleibt alles beim Alten. „2018 sind keine Tarif- und Fahrpreiserhöhungen geplant“, betonen Carsten Vetter vom Landkreis und die Verkehrsgesellschaft Hameln-Pyrmont. Positiv wirkt sich die Ausdehnung des Niedersachsentickets auf den ÖPNV-Bereich aus.


Keine Stromanpassung zum Jahreswechsel

In den Reigen der positiven Nachrichten reihen sich auch die Strom- und Gaspreise des Grundversorgers ein. „Bis auf Weiteres ist keine Erhöhung geplant“, teilt Maximilian Heiler, Leiter der Unternehmenskommunikation bei E.on, mit. Ein verlässlicher Ausblick über die nächsten Monate sei aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich. Viele Faktoren wie Netzentgelte beeinflussten den Preis. Und diese stünden noch nicht fest. Bis dahin gelten etwa für Strom ein jährlicher Grundpreis von 119 Euro und 27,39 Euro pro Kilowattstunde im Standardtarif.


Müllgebühren steigen

Steigen werden auch die Kosten der Abfallentsorgung. Der Biomüll wird ab Jahresbeginn zwar etwas günstiger, der Restmüll dafür aber teurer. In Bad Münder zahlt beispielsweise ein vierköpfiger Haushalt für 60 Liter Restmüll 9,24 Euro monatlich – das sind 68 Cent mehr. Für Biomüll mit dem gleichen Tonnenvolumen werden hingegen nur noch 1,40 statt der bisherigen 1,46 Euro pro Monat fällig. Die moderate Anpassung begründet der Landkreis mit Steigerungen allgemeiner und personeller Kosten sowie notwendigen Investitionen in den Fuhrpark.


Schmutzwasser-Entsorgung wird teurer

Ein Auf und Ab gibt es beim Wasser und Abwasser. Die Schmutzwassergebühr sinkt um 16 Cent auf 2,70 Euro pro Kubikmeter, während die Grundgebühr bleibt. Tiefer in die Tasche greifen müssen Besitzer von Kleinkläranlagen. Sie zahlen für die Fäkalabfuhr künftig 7 Euro mehr pro Kubikmeter. Auch die Entsorgung von Regenwasser, die sich nach der bebauten oder sonstigen befestigten Grundstücksfläche berechnet, steigt: um 9 Cent auf 45 Cent pro Quadratmeter.
Auf und Ab beim Frischwasser

Immerhin: In zwei der fünf münderschen Versorgungsbereichen wird das Trinkwasser günstiger. Das betrifft die Bürger in Brullsen und Hachmühlen (minus 11 Cent je Kubikmeter) sowie in Flegessen, Hasperde und Klein Süntel (minus 1 Cent). Stabil bleibt der Wasserpreis von 1,15 Euro pro Kubikmeter in Eimbeckhausen, Rohrsen und Beber. Erhöhungen kommen auf Hamelspringe, Bakede, Egestorf und Böbber zu. Dort passt der Verband seine Gebühr um 12 Cent an, die Grundgebühr wird auf 2,80 Euro pro Monat erhöht. Teurer wird auch das Frischwasser in der Kernstadt sowie Luttringhausen, Nettelrede und Nienstedt. Zuständig ist die Purena, die künftig 14 Cent mehr pro Kubikmeter verlangt. Die höhere Grundgebühr von 104,26 Euro eingerechnet, bedeutet das für eine drei- bis vierköpfige Familie mit einem Jahresverbrauch von 150 Kubikmetern Mehrkosten von 2,57 Euro pro Monat. Entgegen den anderen Angaben handelt es sich bei Purena um Bruttowerte.

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