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Hamelspringe hat die Wahl

HAMELSPRINGE. Hamelspringe hat die Wahl – am Sonntag werden 735 Einwohner an die Urne gebeten, um einen neuen Ortsrat zu bestimmen. Die Neuwahl ist nach der Auflösung des bei der Kommunalwahl 2016 zusammengesetzten Gremiums notwendig geworden.

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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Dieser Umstand ist für sich schon ungewöhnlich, noch ungewöhnlicher ist jedoch in Bad Münder das, was sich bei der Zusammenstellung der Kandidatenlisten ergab: Nur der CDU gelang es, eine Liste mit Bewerbern aufzustellen. Die SPD, 2016 noch stärkste Kraft im Ort, musste passen, kein einziger Bewerber um ein Mandat wurde gefunden. Auch proBürger, Grüne, Piraten und FDP, die anderen Parteien und politischen Gruppierungen mit Sitz im Stadtrat, stellen keinen Bewerber. Hat Hamelspringe also angesichts nur einer Liste tatsächlich die Wahl? Ja, sagt Herbert Schlichting, CDU-Mitglied und derjenige, der die einzige Liste anführt. Er erinnert an eine Feststellung der ehemaligen Ortsbürgermeisterin Susanne Bubat-Hahn (SPD), die einen wichtigen Satz geprägt habe: „Nach der Wahl spielt das Parteibuch keine Rolle“. „Es geht um den Ort, um die Gestaltungsmöglichkeit – und auch darum, nicht von einem externen Vertreter hier verwaltet zu werden“, sagt er. Dass die CDU in dem bislang als SPD-Hochburg bekannten Ort den Ortsrat komplett stellen wird, steht fest – doch nur zwei der acht Bewerber haben auch ein CDU-Parteibuch. Feuerwehrmitglieder sind unter den Bewerbern, Mitgliedern von Vereinen und Initiativen, Rentner und Studenten. Sie alle wollen sich für den Ort einsetzen, und so hofft Schlichtig trotz anderslautender Befürchtungen auf eine möglichst hohe Wahlbeteiligung. Sie ist im Vorfeld der Wahl die große Unbekannte – bei rund 59 Prozent lag sie bei der Kommunalwahl 2016, doch zu Prognosen für die neuerliche Ortsratswahl wollen sich selbst mit der Organisation der Wahl betraute Mitarbeiter der Stadtverwaltung nicht äußern.

Von 8 bis 18 Uhr wird das Wahllokal in der früheren Grundschule am Wahlsonntag geöffnet sein. Wer verhindert sein sollte, hat bereits im Vorfeld die Möglichkeit, seine Stimme abzugeben: Per Briefwahl, bei der die Unterlagen eingesandt werden können, die aber auch noch bis Freitag, 13 Uhr, direkt im Service-Büro an der Obertorstraße ausgeübt werden kann. Wahlberechtigt sind alle EU-Staatsangehörigen, die ins Wählerverzeichnis eingetragen sind und am Sonntag mindestens 16 Jahre alt sind.

Zur Betreuung und Auszählung der Wahl hat der Gemeindewahlleiter zwei Wahlbezirke eingerichtet – in Hamelspringe werden die vor Ort abgegebenen Stimmen ausgezählt, im Steinhof die des Briefwahlbezirks.

Aktuelle Ergebnisse gibt es am Wahlabend auf ndz.de.

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