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Fußgängerzone: Warten auf die Lösung

BAD MÜNDER. Testbetrieb, neue Verkehrsführung, andere Parkmöglichkeiten – die Vorschläge zur Änderung der Fußgängerzone liegen seit Monaten auf dem Tisch, inzwischen haben sich alle Parteien im Stadtrat positioniert. Doch außer einer Debatte über die Vorschläge von Dr. Helmut Burdorf hat sich noch nicht viel getan.

Fußgänger? Autos? Fußgänger und Autos? Die Politik hat unterschiedliche Vorstellungen davon, wer künftig das Bild der Marktstraße bestimmen soll. Foto: Rathmann
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Benedikt Dittrich Redakteur zur Autorenseite

Nächster Punkt auf dem Fahrplan Fußgängerzone ist jetzt eine Besichtigung der Innenstadt – zusammen mit einem Experten. Die Mehrheitsgruppe aus SPD, Grünen und Piraten will dabei einen Rahmen abstecken, „damit wir nicht ins Blaue hineindiskutieren“, erklärt Uwe-Peter Keil, Stadtverbandsvorsitzender der SPD.

Denn an diesen Ortstermin soll eine Info-Veranstaltung anschließen für alle Anwohner, Einzelhändler und interessierten Bürger des verkehrsberuhigten Bereichs. Einen festen Termin gibt es aber noch nicht, obwohl ursprünglich schon für die Zeit vor Ostern eingeplant. Als Grund wird bei den Ratsherren ein voller Terminkalender genannt – die Fußgängerzone sei eben nur eine Baustelle von vielen in Bad Münder.

Außerdem sucht man in der Stadtverwaltung noch nach dem Experten, der zum Beispiel ein Stadtplaner sein könnte. Die Idee hinter dem Verfahren: Auf der Grundlage von Normen und Gesetzen die Änderungsmöglichkeiten in der Fußgängerzone aufzeigen – aber auch klare Grenzen setzen, was finanziell und bautechnisch unmöglich ist. „Da sind wir noch auf der Suche“, erklärt Keil. Schließlich wolle man diese Vorbereitungen auch möglichst kostengünstig abschließen, denn auch Pläne kosten Geld.

Keil ist innerhalb der SPD-Fraktion im Stadtrat der Ansprechpartner für die Fußgängerzone. Die Idee von Burdorf, die Echternstraße für den Verkehr freizugeben und für den Kirchhof nur eine Zufahrt zu erlauben, stuft er als „Diskussionsgrundlage“ ein, ähnlich wie alle anderen bisherigen Ideen, den Antrag des SPD-Ortsverbands eingeschlossen. SPD-Mitglied Siegfried Schönfeld hatte in der Ortsgruppe Zustimmung für einen Antrag erhalten, der sich gegen eine Änderung der Verkehrsregeln ausspricht – und Vorsitzender Daniel Köhler hatte jüngst gar den Vorschlag der CDU gelobt (wir berichteten).

„Wir wollen greifbare Ergebnisse haben, bevor wir die Bürger einladen“, erklärt Keil den weiteren Prozess. Da die Abstimmungen aber Zeit brauchen, sei ein Termin vor den Sommerferien unwahrscheinlich. „Ich halte das jedenfalls für schwierig.“

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