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Fußgängerzone: Planer-Vorschläge werden geprüft

BAD MÜNDER. Wie geht‘s weiter in der Innenstadt? Nach der Einwohnerversammlung zum Fortbestehen der Fußgängerzone und der Diskussion um ein Verkehrskonzept in den politischen Gremien ist es ruhig um das Thema geworden – allerdings nur nach außen. Intern werde daran gearbeitet, macht Bürgermeister Büttner deutlich.

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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Hartmut Büttner geht davon aus, dass sich der Bau- und Planungsausschuss noch in diesem Monat erneut mit den von Verkehrsplaner Lothar Zacharias vorgeschlagenen Veränderungen befassen wird. Nach der Vorstellung der Empfehlungen im vergangenen November und der Einarbeitung der Anregungen aus der Politik werde derzeit geprüft, wie die vorgeschlagenen Maßnahmen umgesetzt werden können, und das sowohl in technischer wie auch in rechtlicher Hinsicht. Auch die Frage der Kosten haben die Planer dabei im Blick. Eine enge Abstimmung mit der Straßenbehörde des Landkreises sei dazu erforderlich. Die Fußgängerzone liegt zwar im Herzen Bad Münders, eine Änderung der Verkehrsführung muss sich die Stadt dennoch von der Fachbehörde genehmigen lassen.

Zacharias hatte unter anderem Veränderungen für Radfahrer vorgeschlagen – sie sollen auch im Bereich der Fußgängerzone fahren dürfen, auch entgegen der für Autofahrer vorgeschriebenen Fahrtrichtung. Andere Vorschläge betreffen die Überwachung des ruhenden Verkehrs, um das Dauerparkerproblem auf den für Kunden der Innenstadtgeschäfte relevanten Parkplätzen zu lösen. Während der Öffnungszeit der Geschäfte soll die Höchstparkdauer im Kernbereich auf eine Stunde begrenzt werden, schlägt der Planer vor.

Die Öffnung der Marktstraße für den allgemeinen Fahrzeugverkehr auch tagsüber – und damit de facto die Aufhebung der Fußgängerzone in diesem Bereich – fasst Zacharias nicht an. Er hält aber einen nicht ganz so weit greifenden Vorstoß für umsetzbar: Die Öffnung der Obertorstraße und Echternstraße für Autofahrer. Dazu müsse aber geprüft werden, ob weitere Stellplätze an der Echternstraße geschaffen werden können.

Möglich wäre die Einrichtung eines „verkehrsberuhigten Geschäftsbereichs“ als Tempo-20-Zone oder eines verkehrsberuhigten Bereichs, wie er sich bereits in Teilen der Echternstraße befindet. Die Einschätzung der Straßenbehörde steht noch aus. Büttner gibt allerdings zu bedenken, dass für einen „verkehrsberuhigten Geschäftsbereichs“ eine Fahrbahn abgetrennt werden müsste, was schwer zu vermitteln sein werde.

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