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Fußgängerzone: FDP will den Kompromiss testen

BAD MÜNDER. CDU, Grüne, SPD, Piraten, proBürger – zur Zukunft der Fußgängerzone in Bad Münder haben sie alle ihre eigenen Ideen, und in einigen Fällen kommen die Vorstellungen des politischen Mitbewerbers an der Basis besser an als die der eigenen Partei. Jetzt positioniert sich auch die heimische FDP.

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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Ratsherr Thomas Grahl hat sich mit seinen Parteifreunden ausgiebig beraten – auch sein Vorschlag fußt auf einem Kompromiss: „Es gilt dabei, sowohl die Interessen der ansässigen Geschäftsleute zu beachten als auch die der Familien mit Nachwuchs, die die Zone auch gern zum Bummeln und Freilaufenlassen ihrer Kinder nutzen“, sagt Grahl. Ein weiterer Leerstand von Geschäften müsse vermieden werden, denn nur eine attraktive Innenstadt wirke anziehend auf Menschen, die sich künftig in Bad Münder ansiedeln möchten. Klar ist für die FDP, dass es nicht zu größeren Umstrukturierungen der Fußgängerzone kommen soll. „Das lehnen wir ab.“ Der bereits im Kommunalwahlkampf geäußerte Gedanke, die Fußgängerzone probeweise für den Verkehr zu öffnen, wird wieder aufgegriffen: Zu den Geschäftszeiten soll, so der FDP-Vorschlag, die Fußgängerzone im Bereich Markt- und Echternstraße auch mit Fahrzeugen befahren werden dürfen, nach Geschäftsschluss und an den Wochenenden soll die Fußgängerzone wieder zur reinen Fußgängerzone werden. „Wir wissen sehr wohl, wie unterschiedlich die Interessenlage in Bad Münder ist. Gespräche mit Müttern ergaben, dass zum Teil sogar gewünscht ist, die Lange Straße zur reinen Fußgängerzone umzufunktionieren. Ansässige Gewerbetreibende der Marktstraße wünschen hingegen eine konsequente Öffnung“, sagt Grahl.

Wichtig für die FDP: Nach einer Testphase soll eine Befragung aller Beteiligten, insbesondere aber der Geschäftsinhaber, erfolgen, dann eine Entscheidung getroffen werden. Dann sei es auch an der Zeit, das „wilde Parken“ im Bereich Lange Straße einzudämmen. An der Marktstraße könnten zusätzliche Kurzzeitparkplätze eingerichtet werden. „Dieses Projekt ist zeitnah umsetzbar. Die Kosten sind gering – lediglich die Beschilderung auf Höhe des Kornhus und an der Obertorstraße müsste aktualisiert werden.“

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