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Fußgängerzone Bad Münder: So geht’s weiter

BAD MÜNDER. Die Mehrheitsgruppe im Rat hat sich vorerst durchgesetzt, aber auch die CDU ist mit dem Ergebnis nicht unzufrieden:

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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

In Sachen Umgestaltung der Fußgängerzone wird es sowohl eine Ortsbegehung mit dem von der Stadt angeheuerten Experten geben als auch eine öffentliche Veranstaltung, bei der Bürger ergebnisoffen über das Thema diskutieren.

Darauf einigte sich am Donnerstagabend der Verwaltungsausschuss in seiner nichtöffentlichen Sitzung. Wie berichtet, hatten der Politik gleich zwei Anträge zum Thema vorgelegen: Die CDU wollte erreichen, dass in der Fußgängerzone alles so bleibt, wie es ist. Stattdessen solle sich die Stadt auf ein neues Parkplatzkonzept konzentrieren. Hauptziel: zu verhindern, dass Dauerparker innenstadtnahe Stellflächen blockieren, die dann für Einkaufskunden wegfallen. Konkret sollte die Stadt vorhandene Flächen besser kennzeichnen und für Kurzzeitparker nutzbar machen – für maximal eine Stunde. Dazu kommen nach Vorstellung der CDU schärfere Kontrollen.

Die Mehrheitsgruppe aus SPD, Grünen und Piraten hielt dagegen: Sie will das vor allem von den Grünen angeschobene Fußgängerzonen-Projekt verfolgen: Eine Ausweitung nach Süden und eine Öffnung für Autos im Norden entlang der Echternstraße. Erweitert werden soll die Idee sowohl um die Meinung des hannoverschen Experten Lothar Zacharias als auch um die Ergebnisse einer öffentlichen Bürgerrunde.

Laut Bürgermeister Hartmut Büttner einigten sich die Mitglieder des Verwaltungsausschusses schließlich auf einen gemeinsamen Weg: Sowohl eine Begehung von Stadt und Politik mit Zacharias als auch die größere Veranstaltung für Bürger soll stattfinden – „alles ohne Vorfestlegung“, wie Büttner betont. Danach sei eine Analyse aller Ergebnisse geplant – und schließlich ein Beschluss der Politik.

„Ich glaube schon, dass es jetzt endlich weitergeht“, erklärte CDU-Fraktionschef Hans-Ulrich Siegmund nach der Sitzung. Er erwartet eine zeitnahe öffentliche Veranstaltung, ebenso Uwe Nötzel. „Ende September“ hält der SPD-Fraktionsvorsitzende für ein realistisches Zeitfenster. Eigentlich hatte er auf einen Termin vor der Sommerpause gehofft, die Verzögerung sei bedauerlich, doch letztlich sei die Begleitung und fachlicher Rat wichtig. „Wir sind alle nicht die großen Experten bei dem Thema. Was wir nicht brauchen ist jemand, der uns sagt, wie wir es machen sollen – sehr wohl aber jemand, der uns mit Fachverstand begleitet und uns mit rechtlichen und wirtschaftlichen Einschätzungen unterstützt“, sagt Nötzel. Gesucht werde schließlich eine tragfähige Lösung für lange Zeit.

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