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Flugzeugwrack: Feuerwehr Bad Münder half bei Suche

HESSISCH OLDENDORF/BAD MÜNDER. Per Zufall hat ein Jäger das mit aller Kraft gesuchte Flugzeugwrack gefunden — eingeschneit und schwer zugänglich am Ithkopf bei Coppenbrügge.  Bei der Suche geholfen hatten auch 100 Kräfte der Feuerwehr Bad Münder.

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Katharina Weißling Redakteurin zur Autorenseite

Und damit 15 bis 20 Kilometer östlich vom vermuteten Absturzort wo hunderte im Einsatz waren. Der Suchradius war falsch, schreibt die Polizei in einer Mitteilung. Als die Einsätzkräfte die schwer zugängliche Stelle schließlich erreicht und wegen Rutschgefahr noch abgesichert hatten, konnten sie nur noch den Tod des 78-jährigen Piloten feststellen.

Seit Freitag gegen 13 Uhr war das in Osnabrück-Atterheide gestartete Schulungsflugzeug vom Typ Aquila auf keinem Radar mehr aufgetaucht. Ab Freitagnachmittag hatten mehr als 400 Einsatzkräfte nach dem Piloten gesucht, weil er nie in Braunschweig ankam. Technisches Hilfswerk und Rotes Kreuz waren dabei, die Polizei setzte zwei Hubschrauber ein, einer davon war mit Wärmebildkamera ausgestattet. Am Boden unterstützten Hunde die Suche.

Auch mehr als hundert Feuerwehrleute aus Bad Münder hatten sich Freitag und Samstag erst bei Dunkelheit dann bei Tageslicht und Kälte an der Suche beteiligt. „Es ist schade, dass wir an der falschen Stelle gesucht haben“, spricht Marko Klose für die Kameraden aus Bad Münder. Abgesehen von fünf Ortsfeuerwehren mit dem Stützpunkt Eimbeckhausen als Reserve waren alle Wehren an dem Einsatz beteiligt. Mit schweren Fahrzeugen durchkämmten sie den Süntel. Am Freitag startete ihr Großeinsatz an der Bergschmiede. Am Sonnabend ging es ab 14.30 Uhr vom Feuerwehrhaus Hamelspringe aus teilweise durch das gleiche Gebiet weiter. Als die Dämmerung einsetzte und die Leitung die Kameraden schon zurückrief, kam die Fundnachricht. „Das ist trotz des bestätigten Todes eine Erleichterung“, sagt Klose.

Der 78-jährige Pilot aus Braunschweig war allein unterwegs. Bei Fischbeck könnte er bewusst abgebogen sein, um eine Luftraumzone mit besonderen Erfordernissen zu umfliegen. Das würde seine Flugroute und den Fundort erklären. Um den Suchradius zu bestimmen, hatte ein hinzugezogenes Spezialteam aus Nordrhein-Westfalen versucht, das Piloten-Handy zu orten. Die Ermittlungen dauern an.

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