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Frühes Eingreifen der Einsatzkräfte verhindert Küchenbrand in Zweifamilienhaus in Nettelrede

Feuerwehr löscht qualmenden Schmorbraten

Nettelrede (st). Nein, es ist kein schlechter Witz: Ein Schmorbraten hat gestern Mittag über 50 Feuerwehrleute auf den Plan gerufen. Alle Ortswehren des Stützpunktes Eimbeckhausen und die Drehleiter aus Bad Münder waren in Nettelrede vor Ort.

Zahlreiche Einsatzkräfte an der Kreisstraße in Nettelrede.  Foto

Doch von vorn: Um 11.48 Uhr erreichte die Helfer die Alarmierung. Wohnungsbrand im Entstehen – Alarmstufe I. Die Bewohner eines Zweifamilienhauses an der Kreisstraße hatten 112 gerufen, nachdem aus der Wohnung der anderen Partei verdächtiger Geruch kam – und die Alarmschläger vermuteten richtig: Die Bewohnerin ist nicht zu Hause. Als die ersten Feuerwehrleute eintrafen, drang bereits Rauch aus einem offen stehenden Fenster.

Einsatzleiter Heinrich Jochim entschied: Tür aufbrechen und mit einem Trupp Atemschutzträger in die Wohnung gehen. Gesagt, getan: Ohne Probleme verschafften sich die Einsatzkräfte mit einer Axt Zutritt zur Wohnung. Und nach nur wenigen Augenblicken hatten die Atemschutzträger die Rauch-Quelle ausfindig gemacht. Es handelte sich um einen Schmorbraten, der ein wenig zu lange auf dem Herd gestanden hatte. Nachdem die Helfer den Topf in die Spüle gestellt und mit der Kübelspritze abgekühlt hatten, konnten sie melden: Feuer aus. Mittlerweile hatten sich an der Straße zahlreiche Nachbarn versammelt, die wild über die Ursache des Einsatzes von insgesamt 56 Feuerwehrleuten und zwölf Fahrzeugen spekulierten.

Und so ist‘s passiert: Die 69-jährige Bewohnerin hatte den Topf auf dem Herd stehen lassen und diesen versehentlich angelassen, als sie ihre Wohnung verließ. Dass durch die Unachtsamkeit kein nennenswerter Schaden entstanden ist, sei der schnellen Alarmierung durch die Nachbarn und dem umgehenden Einsatz der Feuerwehr zu verdanken, erklärt Feuerwehrsprecher Marko Klose. „Wenn die Hitze größer geworden wäre, hätte sich das Fett in der Dunstabzugshaube entzünden und ein Küchenbrand mit nicht absehbaren Folgen entstehen können.“

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