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Zahlreiche Ortswehren und die Schnelle Einsatzgruppe des DRK in Aktion in der Echternstraße

Feuerinferno in der Innenstadt nur eine Übung

Bad Münder (oe). Rauchschwaden quellen aus dem Haus an der Echternstraße 30 in Bad Münder. Verletzte mit schweren Verbrennungen taumeln ins Freie und rufen um Hilfe. Ein täuschend echtes Szenario bot sich den erschrockenen Passanten bei der jüngsten Alarmübung der Ortsfeuerwehr Bad Münder.


Für Michael Rickus aus der benachbarten Spielhalle war es so realitätsnah, dass er sofort zum Feuerlöscher griff und helfen wollte. Andere Beobachter sahen lediglich interessiert zu. Bis eine Unfall-Darstellerin direkt auf eine Person zulief und darum bat, die Feuerwehr zu rufen. Auch das war ein Bestandteil der Übung. „Wir wollten auch mal sehen, wie sich die Bevölkerung verhält“, so Zugführer Andre Friedrich.

Wenige Minuten nach der Alarmierung war die Feuerwehr mit mehreren Löschzügen vor Ort. Danach traf auch die Schnelle Einsatzgruppe (SEG) des DRK ein. Sie wurde alarmiert, weil die Feuerwehr aufgrund der Lage inzwischen die Feuerstufe zwei und danach sogar noch die höchste Stufe drei ausgelöst hatte, die zusätzlich die Alarmierung der Nachbarwehren beinhaltet. Die Ortsfeuerwehren aus Brullsen, Flegessen, Hasperde und Klein Süntel rückten an. Die Flegesser brachten einen Messwagen mit. Insgesamt 68 Feuerwehrleute, 15 DRK-Helfer und 1 Fachberater vom THW waren vor Ort. Inzwischen hatten die ersten Rettungskräfte mit Atemschutzausrüstung das Haus betreten – und sie begannen, die Verletzten herauszuholen. Die Schlauchverbindung zur Wasserentnahmestelle am Feuerteich (etwa 500 Meter) wurde hergestellt.

Vor der Übung hatte die DRK-Bereitschaft aus Marienau zehn Verletzte und eine tote Person entsprechend präpariert. Diese sogenannten Mimen stellte die Feuerwehr Springe. Es wurden Brandverletzungen, Beckenfrakturen, Rauchgasvergiftungen und Kopfplatzwunden täuschend echt nachgestellt. Eine junge Frau spielte einen Schockzustand und rannte immer wieder in das Haus zurück, wollte zu Angehörigen. Auf dem Platz am Hoppenmarkt wurde eine Sammelstelle für Verletzte eingerichtet und die Erstversorgung vorgenommen.

  • Unklare Lage wegen starker Rauchentwicklung.

Stadtbrandmeister Carsten Koch war nach getaner Arbeit mit dem Ablauf der Übung sehr zufrieden: „Die Koordination zwischen Feuerwehr und DRK verlief reibungslos, und auch die jungen Rettungskräfte ließen sich nicht aus der Ruhe bringen“.

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