weather-image

Eimbeckhausen: Schwerlastverkehr sorgt für Ärger

EIMBECKHAUSEN. Seit dem Bau der Umgehungsstraße beschäftigt die Einwohner Eimbeckhausens eine Frage: Warum wird der schwere landwirtschaftliche Verkehr auch weiterhin durch den Ort geführt? Gerade zur Zeit der Maisernte klagen Anwohner der Hauptstraße über besondere Belastungen.

Auf der Umgehungsstraße zwischen Luttringhausen und Rohrsen dürfen weiterhin keine Schleppergespanne fahren. Das ärgert Landwirte, Anwohner und Politik. Foto: Mensing

Autor

Gert Mensing Reporter

Seit der Kommunalwahl im vergangenen Jahr ist es an Ortsbürgermeister Bernd Schöbel, den Kontakt zum zuständigen Hamelner Geschäftsbereich der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr zu halten – und Schöbel berichtete jetzt auch im Ortsrat über die aktuelle Entwicklung. Die unterscheidet sich im Kern allerdings nicht von den Aussagen, die in den vergangenen Jahren in Eimbeckhausen verlesen wurden: „Der Verkehr auf der Umgehungsstraße müsse fließen können.“ Entsprechend lehne die Behörde eine Freigabe der B 442 für den landwirtschaftlichen Verkehr auf dem Abschnitt der Umgehungsstraße ab.

Unzufrieden mit der Entwicklung sind nicht nur die Anwohner der Haupt- und Münderschen Straße, sondern auch Landwirte im gesamten Sünteltal. Das dreispurig ausgebaute Teilstück zwischen Luttringhausen und der Abzweigung nach Rohrsen ist als Kraftfahrstraße deklariert. Somit ist landwirtschaftlicher Verkehr mit den zumeist eingesetzten Schleppergespannen nicht zugelassen. Wer sich nicht an das Verbot hält, muss mit Bußgeld rechnen. Und so fahren weiterhin Tag und Nacht schwere Transporte durch den Ort, um zur Eimbeckhäuser Biogasanlage zu gelangen.

Dabei sei die Zahl der Fahrten deutlich angestiegen. Die Betreiber der Biogasanlage hätten die Zahl von jährlich rund 4500 An- und Abfahrten in Eimbeckhausen errechnet, war im Ortsrat zu hören. Dass der Vorstoß zur Freigabe der Umgehungsstraße erneut abgelehnt wurde, ärgert die heimischen Politiker: „Seit über fünf Jahren immer wieder die gleiche Begründung“, schimpft Ratsmitglied Karl-Heinz Bothmann (SPD), Vorgänger Schöbels im Amt des Ortsbürgermeisters. Michael Grote (CDU) wettert: „Von Bad Nenndorf bis Salzhemmendorf können die Schwertransporte fahren, nur in Eimbeckhausen müssen sie durch den Ortskern“. Das wundert auch Zuhörer: „Wurde die Ortsumgehung nicht gebaut, um den Gefahrenpunkt im Ort zu beseitigen?“

Auch der Hinweis an die Landesbehörde, dass im Landkreis Osnabrück mit Unterstützung der Landesregierung im vergangenen Jahr extra ein Feldweg ausgebaut wurde, um den landwirtschaftlichen Verkehr aus dem Ort zu bekommen, habe nicht gewirkt. Dort waren rund 800000 Euro investiert worden. Den Eimbeckhäusern würden zwei kleine Schilder ausreichen: „Frei für landwirtschaftlichen Verkehr“, montiert unter dem Hinweis auf die Kraftfahrstraße.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare