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Deister-Süntel-Bühne: Letzte Proben zu „Oh, diese Männer!“

BAD MÜNDER. Im Theatersaal am Wall herrscht derzeit Probenatmosphäre. Nur noch wenige Tage verbleiben für das Ensemble der Deister-Süntel-Bühne – am 13. Januar feiert ihr neuestes Stück „Oh, diese Männer“ Premiere. Darin hat eine Frauen-WG mit den Männern abgeschlossen. Sechs Aufführungen sind im Januar geplant.

Birgit Däumlich, Brigitte Kolde und Birgit Kupka (von links) spielen eine Frauen-WG, die mit den Männern abgeschlossen hat. Ulrich Marten (rechts) gibt den verhätschelten Nachbarn. Foto: huppert

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Christoph Huppert Reporter

„Nein, ein Männer-Bashing ist das nicht“, stellt Bühnenchefin Brigitte Kolde klar. „Oh, diese Männer!“, so heißt das neue Theaterstück, mit dem die Deister-Süntel-Bühne am 13. Januar im Theatersaal am Wall Premiere feiern wird.

In der von Charles Regnier verfassten deutschen Version der französischen Komödie von Francoise Dorin dreht sich alles um eine dreiköpfige Frauen-WG, die mit den Männern abgeschlossen hat. „Trotzdem kommen die einigermaßen gut weg“, verrät Ulrich Marten, der den verhätschelten Nachbarn des Damen-Trios spielt.

Im Theatersaal am Wall herrscht derzeit Probenatmosphäre. Regisseur Ulrich Schneider gibt letzte Anweisungen. In Eigenarbeit haben die Mitglieder des seit 2009 unter dem Dach der Jugendmusikschule beheimateten Ensembles den seinerzeit für Turn- und Tanzveranstaltungen genutzten, dann aber in Vergessenheit geratenen Saal wieder in Schuss gebracht. „Die Bühne wurde um 18 Quadratmeter vergrößert und ein Technikbereich eingerichtet“, sagt Kolde. Jetzt finden mehr als 120 Theatergäste an den Tischen Platz.

Der Saal soll auch Spielort der im September stattfindenden Niedersächsischen Theatertage sein. „Die werden in diesem Jahr unter dem Motto ‚Alles unter einem Dach‘ stehen, und unsere Ortsbürgermeisterin und Landtagsabgeordnete Petra Joumaah hat die Schirmherrschaft übernommen“, freut sich Kolde.

Birgit Däumlich spielt in „Oh, diese Männer“ die frustrierte Simone, die, wie Birgit Kupka als männererfahrene Vera, nur ein Ziel hat: in Ruhe und ohne Männer zu leben und sich im Alter selbst zu verwirklichen. „Wir sind um ein ambitioniertes Theaterspiel bemüht“, sagt Kolde. „Einfach nur Slapstick ist nicht unsere Sache. Wir wollen schon bewusst mit Sprache arbeiten.“

Sechs Aufführungen wird es geben. Der Vorverkauf hat bereits begonnen. „Erfreulicherweise läuft auch der Online-Verkauf sehr gut“, so Kolde. Einziger Wermutstropfen in ihrer Theaterarbeit: Es mangelt an Nachwuchs. „Gerade Männer und Frauen im mittleren Alter fehlen. Die suchen wird dringend!“, sagt die Bühnenchefin. Wer sich also zum Theaterspielen berufen fühlt, den nimmt das Ensemble gerne auf. „Vor allem Männer werden gesucht, die sind bei uns Mangelware.“ Mit ihnen könnten Stückauswahl und Repertoire wesentlich erweitert werden.

Am Sonnabend, 13. Januar, um 19.30 Uhr hebt sich der Vorhang zur Premiere. Weitere Aufführungen sind für den 14. um 16 Uhr, 20. um 19.30 Uhr, 21. um 16 Uhr, 27. um 19.30 Uhr und am 28. um 16 Uhr geplant. Bei den Nachmittagsveranstaltungen servieren die Mitglieder der „Spätlese“ jeweils Kaffee und Kuchen.

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