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Bürger haben kein Verständnis für Starriders

Das ungeliebte Aushängeschild

Bad Münder (lil). Sie holen einen Preis nach dem anderen, sind amtierender Deutscher Meister und sogar unter den besten zehn „Drum and Bugle Corps“ Europas. Zu den Auftritten der Starriders kommen die Massen, doch geht es um ihr Training, hat die Gruppe in Bad Münder wenig Fans.


Einer, der kein Verständnis für das intensive Üben der Starriders hat, ist Rolf Wittich, Ortsbürgermeister von Bakede-Böbber-Egestorf. Er habe gehört, dass die Akteure am Pfingst-Wochenende auf dem Sportplatz in Bakede proben wollen. „Und zwar von morgens 9 Uhr bis abends spät. Dass die Starriders die Anwohner um ihre verdiente Ruhe bringen wollen, kann nicht sein“, ärgert sich Wittich. Die Anwohner hätten schließlich nur das Wochenende, um im Garten auszuspannen, das „Gejaule der Starriders“ wolle dann niemand hören.

Außerdem, so der 72-Jährige, sei er in den vergangenen Jahren über die Trainingszeiten immerhin informiert worden. Dies sei aktuell nicht der Fall gewesen.

„Wir meiden Bakede“, stellt Starriders-Vorsitzende Kerstin Schulze klar und räumt somit mit dem Gerücht auf, die Proben über Pfingsten fänden auf dem örtlichen Sportplatz statt. Sie ist enttäuscht und wütend zugleich: „Die Starriders bekommen in Bad Münder keine Unterstützung. Dabei versuchen wir, hier Jugendarbeit zu machen.“ Lediglich Hamelspringe sei ihrem Verein gut gesonnen, so Schulze.

Da nach Auskunft der Vorsitzenden die meisten Mitglieder der Starriders von außerhalb kommen, können sie lediglich an den Wochenenden proben. „Wir halten sowohl Mittags- als auch Kirchenzeiten ein“, betont sie. Dann nämlich trainiere das Corps seine Showeinlagen – und verzichte dabei auf Musik. „Außerdem wechseln wir die Plätze, proben nie an gleicher Stelle“, sagt die Vorsitzende. Nächsten Monat beginnen die Meisterschaften. Schulze weiß: „Ohne Training keine Preise.“

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