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Bürgerbus-Verein hat jetzt ein zweites Fahrzeug

BAD MÜNDER. Es hat ein paar Plätze weniger und keine Bus-Anzeige – aber sonst hat das Ersatzfahrzeug alles, was es braucht, um als Bürgerbus durchzugehen. Der Bürgerbus-Verein ist jetzt Besitzer eines Ersatzfahrzeugs.

Das Ersatzfahrzeug wartet auf seinen ersten Einsatz. Foto: bdi
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Benedikt Dittrich Redakteur zur Autorenseite

Damit kann der Verein auch einen Linienverkehr garantieren, selbst wenn das Hauptfahrzeug ausfällt. „Der Bus hat sogar eine Rollstuhlrampe“, berichtet Vorsitzender Jan Lababidi. Einige Jahre habe das Fahrzeug aus den Niederlanden zwar bereits auf dem Buckel, aber dafür war es günstig: Knapp 4000 Euro hat der Bus gekostet, der zuvor im Nachbarland für den Behindertentransport eingesetzt wurde. Acht Fahrgäste finden in dem umgebauten Transporter Platz. Ein Glücksfall, wie Lababidi erklärt, nicht nur wegen des Preises. Das Fahrzeug hat auch einen Gang in der Mitte, unabdingbar für den reibungslosen Linienverkehr. „Sonst müssten immer alle aufstehen, wenn einer von den hinteren Sitzen aussteigen möchte.“ Nicht nur, dass es für die Fahrgäste unbequem wäre, bei jeder Haltestelle aufzustehen. Im Linienverkehr zählt jede Sekunde, die der Bus halten muss – Verspätungen sind zu vermeiden, denn: Kommt der Bus zu spät am Bahnhof an, könnten Fahrgäste ihren Zug verpassen, da der Bus-Fahrplan auf die Bahn abgestimmt ist. „Bis jetzt war das Ersatzfahrzeug aber noch nicht im Linienverkehr im Einsatz“, sagt Lababidi.

Für eine zusätzliche Linie sei das Fahrzeug nicht gedacht. Stattdessen soll der Transporter den Fahrplan aufrecht erhalten, wenn der originale Bürgerbus ausfällt – sei es wegen eines Unfalls oder wegen einer Inspektion. „Gerade wenn der Bus mehrere Tage ausfallen würde: Man findet kaum Fahrzeuge in der Größe, die gemietet werden können. Und schon gar nicht für mehrere Tage.“

Für Sonderfahrten könne der Bus aber auch genutzt werden – beispielsweise um Gäste von den Kliniken zu Veranstaltungen in der Stadt oder in anderen Dörfern zu fahren.

Niedersachsen-Ticket wird ausgeweitet

Im Bürgerbus kann auch das Niedersachsen-Ticket genutzt werden, das im neuen Jahr auch in den Öffi-Bussen des Landkreises anerkannt wird. Ein Problem dabei ist lediglich der Kauf des Tickets, er ist im Bürgerbus nicht möglich.

Mit dem Jahreswechsel greift die Neuerung, mit der der Landkreis als Träger des öffentlichen Personennahverkehrs sein Angebot deutlich ausweitet. Im Frühjahr waren Workshops zum Nahverkehrsplan des Landkreises Hameln-Pyrmont abgehalten worden, in denen die Teilnehmer fehlende Kombitickets für Bus und Bahn als Šchwäche des lokalen ÖPNV kritisierten. Daraufhin entwickelte der Landkreis in Zusammenarbeit mit den Öffis und der Niedersachsentarif GmbH (NITAG) die Möglichkeit, ab Januar 2018 das Niedersachsen-Ticket auch in den Bussen anzuerkennen. Das erste Jahr der Zusammenarbeit dient dabei als Pilotphase.

Das Niedersachsen-Ticket ist für Einzelpersonen oder Gruppen von zwei bis fünf Personen erhältlich. Der Grundpreis für eine Person beträgt bei personengebundenem Verkauf 25 Euro, für jede weitere Person werden 4 Euro zugezahlt. Das Ticket gilt montags bis freitags jeweils ab 9 Uhr, an Sonnabenden sowie an Sonn- und Feiertagen ganztägig in allen Nahverkehrszügen in Niedersachsen, Bremen und Hamburg der 2. Wagenklasse.jhr

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