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Bauanträge auf Tiefststand

BAD MÜNDER. Die Zahl der Bauanträge im Stadtgebiet ist 2017 auf den tiefsten Stand innerhalb von sechs Jahren gefallen. Laut Zahlen der Stadtverwaltung wurden im vergangenen Jahr 81 Anträge gestellt. 2015 waren es 86, vor 2013 sogar teils deutlich mehr als 100.

Im Vergleich: Seit 2012 entstanden in der Kernstadt 100 Häuser und Wohnungen – in allen anderen Ortsteilen zusammen 61. Fotos: Pixabay/anaterate, pixelio/Alipictures; Grafik: Modler
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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Dass der jahrelange Abwärtstrend zwischenzeitlich noch mal gestoppt wurde (2016 verzeichnete die Stadt 99 Bauanträge) liegt aus Sicht der zuständigen Fachdienstleiterin Anika John vor allem am Baugebiet „Nördliches Südfeld“, dessen Grundstücke sich in dem betreffenden Jahr sehr gut verkauften. Tatsächlich waren 2016 unter den Bauanträgen 23 Einfamilienhäuser, so viel wie 2014 und 2015 zusammen. Andererseits stieg dieser Wert 2017 gar auf 25 Häuser – und trotzdem stürzte die Gesamtzahl der Anträge ab.

Bei allen Trends, etwa zu barrierearmen Wohnungen, bedauert John den Rückgang der Bauanträge grundsätzlich, denn diese zeigten ja, dass in der Stadt etwa „investiert wird, dass sich etwas tut“.

Wer in Bad Münder baut, der tut es in der Regel in der Kernstadt – das zeigen die Zahlen deutlich. Seit 2012 sind hier 100 Häuser und Wohnungen (Wohneinheiten) neu entstanden. In allen anderen Ortsteilen zusammen waren es im gleichen Zeitraum 61. Die aktivsten Häuslebauer gibt es nach der Kernstadt in Hachmühlen mit einem Wert von 18 Einheiten seit 2012. In der Rangliste folgen Nienstedt mit zehn und Beber mit sechs Häusern, von denen allein fünf im Jahr 2012 entstanden. In Hasperde und Klein Süntel liegt der Wert bei null, immerhin ein neues Haus konnten Böbber, Brullsen und Egestorf verzeichnen. Flegessen und Rohrsen kommen auf zwei. Im vergangenen Jahr hatte das Gewos-Institut in Bad Münder Angebot und Nachfrage analysiert – und der Stadt davon abgeraten, weitere neue Baugebiete zu schaffen.

Doch nicht nur Ein- oder Mehrfamilienhäuser gehören zu den Bauanträgen; vielmehr zählten dazu alle baugenehmigungspflichtigen Maßnahmen, wie etwa auch ein über zwei Meter hoher Zaun oder eine Gaube im Dach, wie Astrid Exner von der Stadtverwaltung erklärt. Den Rückgang der letzten Jahre hält sie nicht für besorgniserregend. „Die Zahl schwankt jedes Jahr, das ist ein ganz normaler Verlauf“, meint Exner.

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