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Bad Münders Solebad „irreparabel geschädigt“

BAD MÜNDER. Noch ist das Solebad in Betrieb. Doch ein Verwaltungspapier lässt ahnen, wie dringend ein Plan B in dieser Sache erforderlich ist für die Kurstadt. Die Verwaltung will nun Neubau-Pläne vorantreiben. Noch diese Woche soll der Verwaltungsausschuss eine Studie in Auftrag geben - mitfinanziert aus EU-Fördergeldern.

Noch geöffnet, keine Vorzeigestück der Kurstadt: Das Solebad in Bad Münder
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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

In die Studie sollen auch die Ergebnisse mehrerer Arbeitsgruppen-Treffen der vergangenen Monate einfließen. Dabei hatten sich, wie berichtet, Vertreter von Politik, Stadt und Organisationen mit Experten zusammengesetzt, um Möglichkeiten und Visionen für das Solebad und die Ausrichtung des Gesundheitsstandorts Bad Münder drumherum auszuloten.

Teil der extern zu erstellenden Studie, deren Kosten die Stadt auf rund 23 000 Euro schätzt, soll auch der Standort sein: Möglich, dass dabei das Solebad samt Kurmittelhaus gar nicht mehr an der aktuellen Stelle errichtet werden soll. Ein zentraler Punkt für die Verwaltung: Die Wirtschaftlichkeit samt Investitions- und Folgekosten. Bürgermeister Hartmut Büttner hatte stets gewarnt, dass die Stadt allein nicht nur keinen so großen Bau stemmen könne, sondern dass ihm vor allem der Betrieb und dessen Finanzierung Sorgen bereiteten. In dem Papier der Stadt heißt es außerdem, man wolle „Wettbewerbsaspekte betrachten.“ Soll heißen: Wie passt das Konzept in Bad Münder rund ums Solebad zu anderen Kurorten in der Umgebung wie Bad Pyrmont und Bad Nenndorf? Dass man mit diesen etablierten Orten nicht in Konkurrenz treten will, ist für Büttner klar.Es gehe in Zukunft aber darum, nicht nur klassische Kurgäste anzusprechen, sondern sogenannte Gesundheitstouristen, die gezielt nach Bad Münder kommen und eigenes Geld mitbringen.

Von den 23 800 Euro für die Studie sollen 14 280 über die EU-Förderung des Leader-Programms fließen, 3570 Euro finanziert der Landkreis, den Rest, 5950 Euro, müsste die Stadt selbst aufbringen. Nach dem Verwaltungsausschuss muss am 28. September auch der Rat zustimmen.

Bei allen Problemen mit dem Solebad ist es Büttner wichtig zu betonen, dass aktuell kein Anlass zur Schließung bestehe: Man setze die regelmäßigen Kontrollen fort.

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