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Bad Münder will „Gesichter zeigen“

Bad Münder. Im Dezember hat die Sozialraum AG den Integrationspreis des Migrationsrates des Landkreises  für ihr Engagement in Sachen Flüchtlingsarbeit erhalten. Daran möchte die AG nun mit einem Aktionsmonat nahtlos anknüpfen.


Bad Münder. Bei der Sozialraum AG in Bad Münder laufen seit gut 15 Jahren viele Fäden zusammen. Im Dezember hat die Gemeinschaft den Integrationspreis des Migrationsrates des Landkreises Hameln-Pyrmont für ihr Engagement in Sachen Flüchtlingsarbeit erhalten. Daran möchte die AG nun mit einem Aktionsmonat nahtlos anknüpfen. Der vorläufige Arbeitstitel lautet: „Bad Münder zeigt Gesichter“.

Dahinter verbirgt sich das Thema „Bad Münder als Heimat“. „Wir wollten ein Thema haben, das alle Münderaner anspricht. Die, die ihre Wurzeln hier haben, die die seit 50, 30 oder 15 Jahren hier leben und jene, die gerade erst angekommen sind“, beschreibt Monica Gräfin Adelmann, die gemeinsam mit Jürgen Keller und Katharina Werner die Projektgruppe gebildet hat.

Ob Flüchtlinge sich bereits heimisch und angekommen fühlten sei noch die Frage, hieß es in der großen Runde. Auf jeden Fall soll der Aktionsmonat dazu beitragen, „Verbindendes zwischen alten und neuen, frisch zugereisten und fest verwurzelten Bürgern“ zu suchen, zu finden und zu zeigen. Ein großes Fest am Sonntag, 18. September, soll den Monat beschließen, etliche Veranstaltungen im Vorfeld langsam darauf hinarbeiten. Denkbar sei eine Art Messe mit Ständen zu Themen wie Speisen, Musik, religiöses Brauchtum und Herkunft. So könnten etwa die Sportvereine sich des Themas Sport in seiner Vielfalt annehmen.

Erfahrungen mit einem Aktionsmonat hat die Sozialraum AG bereits vor zwei Jahren gesammelt. Damals hieß das Motto „Generationen begegnen sich“ und war ein voller Erfolg. Die Frage, um die es damals ging – Was macht ein lebenswertes, generationsübergreifendes Zusammenleben in der Stadt Bad Münder und ihren Einrichtungen aus? – passt genauso auch heute noch. Mit dem einen Unterschied, dass diesmal nicht die verschiedenen Generationen, sondern die verschiedenen Kulturen im Mittelpunkt stehen.

Damit der Aktionsmonat auch zündet, wünscht sich das Steuerungsteam Unterstützung seitens der Münderaner, die ihre Geschichten erzählen sollen: „Wie erging es denen, die nach 1945 oder dem Mauerfall und der Wende in die Stadt kamen, wie geht es den Flüchtlingen dieser Tage in der Stadt?“ oder auch Parallelen zwischen der aktuellen Situation und den Gastarbeitern der 1960er-Jahre. Die zahlreichen Projekte sollen künftig von einem vergrößerten Kernteam nach innen und außen kommuniziert werden. „Es ist sinnvoll, unsere Arbeit auf mehrere Schultern zu verteilen“, begründet Mitinitiator Hermann Wessling. Der langjährige Moderator des Netzwerks, Rektor Christoph Schieb, zog sich unter Applaus für die „hervorragende und engagierte Arbeit der vergangenen drei Jahre“ aus dem Sprecherteam zurück. „Ich will aufpassen, dass Familie und Beruf gut unter einen Hut passen“, sagte er. Der Staffelstab geht weiter an KGS-Leiterin Malihe Papastefanou. Weitere Sprecher sind künftig Dagmar Koch für die Kitas, Polizist Michael Rohde, der vor allem Kontakt zum Landespräventionsrat hält, Diana Rosenthal für die Grundschulen, außerdem Hermann Wessling und Katharina Werner.

Weitere Ideen sind dem Steuerungsteam per E-Mail an info@sozialraumag-badmuender.de willkommen.

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